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Leverkusen: Aranguiz muss sich gedulden

In dieser Woche kommt es wohl dazu, dass Charles Aranguiz bei den Leverkusenern den nächsten Anlauf nimmt. Der chilenische Nationalspieler hat seit der Vorbereitung immer wieder mit Kniebeschwerden zu kämpfen. Ob er nun auch dauerhaft zum Einsatz bereit sein wird, kann sein Trainer Heiko Herrlich aktuell noch nicht genau einschätzen. 

Zumindest bei einem seiner Sechser ist sich Heiko Herrlich relativ sicher. Kein Wunder, dass er deswegen auch sehr offensiv über die Rückkehr von Julian Baumgartlinger spricht. „Geplant ist, dass er nächste Woche teilweise ins Mannschaftstraining integriert wird. Und dann hoffen wir, dass wir ihn nach dem Hannover-Spiel vielleicht komplett ins Mannschaftstraining nehmen zu können“, so der Übungsleiter über den Kapitän Österreichs, der nach einem Innenbandriss eine erstklassige Reha absolviert hat und nun kurz vor seinem Comeback steht.

Wenn es dann aber um Charles Aranguiz geht, wird aus Hoffnung schnell Skepsis. „Ich kann eigentlich keine seriöse Auskunft geben, wann er wieder einsteigen kann. Auch da ist vorsichtig geplant, dass er vielleicht nächste Woche teilweise am Training teilnehmen kann als neutraler Spieler oder in Passformen. Doch ob das wirklich funktioniert, muss man von der Tagesform abhängig machen“, so der 46-Jährige, der nicht das erste Statement in diese Richtung abgegeben hat. Ein weiterer Beleg dafür, dass es beim Chilenen noch nicht wirklich gut vorangegangen ist. „Zu Beginn war er immer positiv“, so Herrlich über die Gemütsverfassung von Aranguiz, „weil er auch letztes Jahr immer Schmerzen hatte am Knie oder an der Achillessehne. Aber er hat sie halt irgendwie überwinden können. Bloß irgendwann ist es so stark geworden, dass es halt nicht mehr ging. Ich glaube, er hat es selber ein Stück weit unterschätzt in der Vorbereitung. Er hat geglaubt, dass er schon so weit ist. Aber die kurzen Einsätze, die er im Training hatte und in unserem Spiel gegen Wolfsburg und bei der Nationalmannschaft haben ihn halt wieder total zurückgeworfen.“

Diese Rückschläge zehren natürlich am Nervenkostüm des Mittelfeldspielers, der nur sehr schwer zuschauen kann. „Natürlich ist das hart für ihn – auch wenn er immer tough wirkt. Aber er ist fleißig und arbeitet sich jetzt heran“, so Herrlich, “er ist zielstrebig und versucht, seinen Plan umzusetzen.“ Genügend Motivation für sein Comeback hat Aranguiz mit Sicherheit. Von Seiten der Leverkusener muss man ihn eher sogar noch einbremsen, um eine vollständige Genesung zu ermöglichen. „Ich versuche halt einfach bei so einer Verletzung, den Druck rauszunehmen“, so Herrlich weiter, „es hilft ihm ja nicht zu sagen: Wir brauchen dich unbedingt. Wichtig ist, dass er gesund bleibt, wenn er zurückkommt, und nicht ein oder zwei Spiele macht und dann wieder ausfällt.“

 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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