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Stuttgart: Schon Kritik an Weinzierl

Wenn es in der Bundesliga um den Verein mit dem schwierigsten Umfeld geht, sind die Stuttgarter definitiv ganz weit vorne dabei. Das verneinen die Verantwortlichen bei den Schwaben zwar entschieden, doch in gewissen Situationen gibt es dann doch immer wieder die Bestätigung. So gibt es auch jetzt schon wieder die ersten Kritiker, die die Verpflichtung von Markus Weinzierl skeptisch sehen, bevor dieser sein erstes Spiel an der Seitenlinie des VfB absolviert hat. Unter anderem wird ein Interessenkonflikt befürchtet, weil der Coach mit Jürgen Schwab den gleichen Berater hat, wie sein Kapitän Christian Gentner. Der 43-Jährige versucht allerdings, diese Sorgen aus dem Weg zu räumen. 

Früher war es Gang und Gäbe, dass die Bundesliga-Spieler sich zumindest nach der aktiven Karriere noch einen Job suchen mussten, um langfristig über die Runden zu kommen. Heute verdienen sie allerdings so gut, dass sie eigentlich nie mehr arbeiten müssten, wenn sie ihr Geld nicht mit offenen Armen aus dem Fenster herauswerfen. Kein Wunder, dass alle etwas von dem Kuchen abhaben wollen. So steht hinter der eigentlichen Spielermannschaft meist längst auch ein Trainer-Team, dass zusätzlich von Ernährungsspezialisten, Sportpsychologen, Teammanagern, Videoanalysten, Übersetzern etc. unterstützt wird. Selbst die Profis haben dann noch privat Leute an ihrer Seite, wie beispielsweise Individualtrainer, private Psychologen, Physiotherapeuten oder Medienbeauftragte und natürlich die jeweiligen Berater. 

Dass jetzt Weinzierl und Gentner bei den Stuttgartern den gleichen Berater haben, ruft natürlich direkt die ersten Verschwörungstheoretiker auf den Plan. „Es gibt viele Konstellationen, in denen ein Trainer auch den gleichen Berater hat, wie Spieler“, so Stuttgarts neuer Chefcoach, der nichts davon wissen will, dass Gentner nun von dieser Konstellation profitieren könnte: „Das ist Usus und hat mit mir oder dem VfB nichts zu tun.“ Der ehemalige Profi hat sich erst vor Kurzem für Jürgen Schwab entschieden. Den Berater, den er „zu meiner Spielerzeit bei Bayern schon hatte. Jürgen hat mich damals auch von den Bayern-Amateuren zu den Kickers gebracht. In der Folgezeit habe ich lange Jahre auf derartige Unterstützung verzichtet. Erst als Trainer hatte ich wieder einen Berater, von dem ich mich aber getrennt habe.“ Bleibt abzuwarten, ob die Gerüchte schnell verfliegen werden, oder ob eventuell doch noch brisante Details ans Tageslicht kommen. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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