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Nürnberg: Klatsche 2.0

Eigentlich hätte man die Nürnberger heute eher mit ihrem Trainer Michael Köhler auf dem Platz erwartet, doch nach der Klatsche gegen Leipzig war er mit seinen Schützlingen zunächst 45 Minuten im Wald unterwegs. Es war kein Straftraining, sondern eher ein kollektives Köpfe-Freibekommen. Nachdem man gegen die Dortmunder schon mit einem 0:7 abgewatscht wurde, hagelte es gegen Leipzig auch 6 Gegentore. 

„Am Ende geht es immer darum, die richtigen Lehren zu ziehen. Ich kann jeden verstehen, der sagt, dass war jetzt das zweite Mal hintereinander. Aber man muss die Dinge auch so sehen, wie sie sind. Wir sind in dieser Liga Außenseiter“, so Nürnbergs Trainer, der alles dafür tut, etwas Verständnis im Umfeld zu generieren. Natürlich müssen sie sich dennoch alle die Fragen stellen lassen, warum man aus dem Spiel gegen Dortmund nicht schon die nötigen Lehren gezogen hat, um so etwas nicht noch einmal passieren zu lassen. Der Aufsteiger lief vor allem fußballerisch erneut ins offene Messer und verpasste es, zumindest Schadensbegrenzung zu betreiben.

Letztendlich ist man mit dem 0:6 wieder mal auf dem harten Boden der Realität angekommen. Die Nürnberger waren damit noch gut bedient, denn unter anderem haben die Bullen einen Elfmeter verschossen, den Pfosten per Kopf getroffen und in den letzten 25 Minuten quasi keinen aktiven Fußball mehr gespielt. „Es geht darum, in solchen Spielen in Zukunft mehr Stabilität an den Tag zu legen. Wir haben viel zu leicht die Bälle verloren und mehrere Konter kassiert. Das sind die Hauptgründe für so ein Spiel“, so Köllner weiter. Die Analyse muss folgen und dabei muss die Fehleranalyse genauso hervorkommen, wie auch die positiven Erkenntnisse aus den ersten 7 Spielen der Saison. „Du musst die Fehler klar beim Namen nennen, darfst aber auch nicht alles in Frage stellen. Wir sind nicht mit null Punkten Letzter und haben schon das ein oder andere richtig gemacht in dieser Saison“, so Köllner mit dem Blick auf die bisher immerhin erreichen 8 Punkte und dem daraus resultierenden Rang 12.

Der Übungsleiter will nun nicht seine Spieler dauerhaft mit dem Videomaterial konfrontieren, sondern eher sehr sachlich an die Situation herangehen. „Wir sind als Überraschungsmannschaft aufgestiegen. Nimmt man unsere finanzielle Situation dazu, dann muss man das Thema realistisch sehen. Das soll aber nicht dazu führen, hohe Niederlagen schön zu reden“, so der Trainer. 7 der 8 Punkte haben die Nürnberger vor heimischer Kulisse geholt. Nach der Länderspielpause stehen zwei Partien gegen Hoffenheim und Frankfurt im heimischen Max-Morlock-Stadion an. Bleibt abzuwarten, ob hier wieder eine Trendwende gelingen kann…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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