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Bayern: Kimmich redet Klartext

Warum haben die Bayern auf einmal so große Probleme mit dem Toreschießen? Beim Rekordmeister hakt es derzeit. Joshua Kimmich geht nicht davon aus, dass alles nur am Pech festzumachen ist. Gleichzeitig kann der Verteidiger den Rückschlägen der letzten Woche aber auch etwas Positives abgewinnen. 

Das 1:1 gegen den FC Augsburg hatten alle Beteiligten noch als Unfall abgestempelt. Zwar hatte man sich in den 90 Minuten mehr als genug Chancen herausgearbeitet und dominiert, doch am Ende brachte man den Ball leider nur einmal über die Linie. Nur drei Tage später gab es dann aber gegen die Hertha aus Berlin erneut dieses Problem. Die Elf von Trainer Niko Kovac hatte zahlreiche Gelegenheiten, doch auch diesmal kam nicht viel dabei rum. Am Ende gab es die erste Niederlage der Saison und schon klingeln bei dem einen oder anderen die Alarmglocken.

„Wie immer“, so Joshua Kimmich, „haben wir die Tore nicht gemacht. Wir waren einfach nicht zwingend genug. Das ist kein Einstellungsproblem, wir haben einfach nicht die Lösungen gefunden.“ Thomas Müller hat zwar die gleichen Ansätze, spricht aber auch von dem fehlenden Spielglück vor des Gegners Kasten. Davon wollte Kimmich nichts wissen. „Ich glaube nicht, dass das alles Pech ist. Wir müssen es uns schon wieder erarbeiten“, so der 23-Jährige, der mit seinen jungen Jahren schon sehr geerdet scheint.

Trainer Niko Kovac fordert in erster Linie, dass seine Kicker etwas weniger auf Geschnörkel sondern mehr auf Zielstrebigkeit und Abschlussstärke setzen sollen. „Wir müssen noch häufiger aufs Tor schießen und im Sechzehner nicht noch einmal den Nebenmann und noch einmal den Nebenmann suchen“, so der Coach, der klare Worte fand: „Diese Verspieltheit, diese fehlende Konsequenz im letzten Drittel und die Ineffizienz sind im Moment das Einzige, was ich zu bemängeln habe.“ Auch Müller schloss sich dem an und äußerte indirekt erste Kritik: „Vor einer Woche hatte man noch den Eindruck, wir sind unbesiegbar. Jetzt hat uns die Realität ein bisschen eingeholt.“

Kimmich kann dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen, denn ihn nervt es, wenn sich viele Teams schon vor dem Spiel gegen die Bayern quasi in Gedanken geschlagen geben. „Deshalb finde ich es ganz cool, wenn es Julian Nagelsmann vor der Saison offensiv angeht. Lieber sind die Gegner etwas mutiger. Wir müssen die Spiele sowieso gewinnen, egal, mit welcher Einstellung der Gegner kommt“, so der Verteidiger. Der eine oder andere Bayer wünscht sich also etwas mehr aktive Konkurrenz im Liga-Alltag. Doch zumeist werden sich die Gegner wie bisher eher in der eigenen Hälfte verstecken und auf Konter hoffen. „Im Moment nutzen die Gegner die Chancen, die wir ihnen schenken, eiskalt“, so Kimmich weiter. So hat der FCA beispielsweise aus nur 2 Chancen ein Tor gemacht, die Berliner brauchten 4 Gelegenheiten für 2 Treffer. Die Bayern hingegen hatten stolze 22 Chancen und brachten daraus nur einen Treffer zustande.

 

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