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Dortmund: Götze als System-Opfer?

Bei den Dortmundern gibt es keine Pressekonferenz, auf der man keine Fragen zu Mario Götze hört. Unter anderem denkt Trainer Lucien Favre auch an den WM-Helden von 2014 aber auch an andere Bankdrücker, wenn er sagt: „Wir sind zu viele hier.“ Aktuell haben die Dortmunder 26 einsatzbereite Kicker im Kader, sodass der Schweizer im Moment vor allem auf der psychischen Ebene arbeiten muss. 

Für das kommende Spiel gegen die Frankfurter kann Favre nur 16 Feldspieler und zwei Keeper nominieren. Heißt im Klartext, dass 7 Kicker auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Eric Oelschlägel wird dort als dritter Torwart ohnehin sein. Spielern zu sagen, dass sie nicht dabei sind, sei „das Schwierigste für einen Trainer“, so Favre: „Man muss ehrlich sein. Man muss die Wahrheit sagen. Sonst geht es nicht.“ So wollte der Trainer nicht öffentlich machen, über was er sich mit Mario Götze unterhalten hat. Vor allem die zahlreichen Alternativen in der Mittelfeldzentrale bereiten dem Schweizer schlaflose Nächte. Natürlich betont er immer wieder, dass er früher oder später in einer langen Saison alle Spieler braucht, doch das ist für ambitionierte Kicker wie Götze nur ein schwacher Trost, wenn er nicht auf seine Einsatzzeiten kommt. 

Doch warum spielt der Weltmeister von 2014 nun auch unter Favre keine Rolle mehr? Favre gesteht ein, dass das unter anderem mit seinem System zu tun hat, denn er lässt in der Regel mit einem 4-3-3 spielen, aber das kann noch nicht alles gewesen sein. „Wir brauchen Zeit, das beste System zu finden“, so der Coach. Götze könnte natürlich dort spielen, allerdings weist Favre auch darauf hin, dass es in dieser Region des Spielfelds „sehr engagiert und sehr athletisch“ zugehe. Heißt im Klartext, dass er hier wohl auf andere Spielertypen setzen will, die nicht unbedingt den feinen Fuß sondern eher den groben Huf haben. 

Selbst bei einem 4-2-3-1 ist Favre nicht alle Sorgen auf einen Schlag los. „Egal, welches System wir wählen du hast jedes Mal ein Problem“, so der Coach, der wohl nicht unglücklich gewesen wäre, wenn Michael Zorc den Dortmunder Kader zum Ende der Transferperiode noch etwas ausgedünnt hätte, denn so muss der Trainer nun auf seine psychologischen Fähigkeiten glauben. Gerade bei Götze ist das schon jahrelang nötig und die Fragen auf den Pressekonferenzen werden sicherlich nicht weniger werden. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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