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Dortmund: Weigl außen vor?

Julian Weigl stand in der Liga zuletzt am 12. Mai auf dem Platz, als der BVB mit 1:3 gegen Hoffenheim verlor. Seitdem kam für den Mittelfeldspieler zu seinen 85 Ligaspielen kein weiterer Einsatz mehr hinzu. Mittlerweile freut er sich aber wieder auf sein Comeback. „Ich bin kein geduldiger Mensch“, so Weigl. 

Schon 2017 verpasste Weigl große Teile der Vorbereitung und den Start in die neue Saison, nachdem er sich im Spiel gegen Augsburg den Fuß gebrochen hatte. Damals konnte man aber die Ausfallzeit, Reha und das Comeback relativ genau terminieren, was in seiner aktuellen Situation nicht der Fall war. Zum Ende der Saison sprach er lediglich von Problemen mit den Adduktoren.  „Wann wird es besser? Kommen die Beschwerden wieder, wenn du belastest?“ – all das war nicht absehbar. 

Die Fortschritte bei der Heilung zeigten sich nur langsam, manchmal passierte gar überhaupt nichts mehr. „Das war sehr schwierig für mich“, so Weigl, dessen Körper ihm dann aber mit der Zeit doch signalisierte, dass die Reha anschlägt und er sich bald wieder auf dem Platz zeigen können wird: „Es ist alles gut gelaufen“. Nach zwei Testspielen mit der U23 feierte er beim 6:0 im Testspiel gegen Osnabrück auch sein Comeback bei den Borussen. „Für mich war das ein ganz wichtiger Schritt, um dem Trainer zu zeigen, dass ich so langsam auf meine 100 Prozent komme“, der mittlerweile in Sachen Fitness wieder bei 100% ist, nun aber auch bei seinem Leistungsvermögen wieder an die alte Klasse herankommen muss: „Und um auf mein Niveau zu kommen brauche ich Spiele“, so der Sechser. 

Mittlerweile haben die Dortmunder mit Axel Witsel einen neuen Leader in der Zentrale, doch Weigl ist sich sicher, dass spätestens in den englischen Wochen jeder im Kader gebraucht wird. Witsel ist nun sein Konkurrent, doch das sieht er sehr professionell und gelassen. „Die Verpflichtung von Axel ist kein Problem“ für mich, er ist gut für die ganze Mannschaft. Ein Spieler wie er mit dieser gewissen Ruhe und gewissen Klasse hat letztes Jahr gefehlt. Axel bringt viel Erfahrung mit, die wir so noch nicht hatten“, so Weigl, der aber auch der Theorie widerspricht, dass die Dortmunder in diesem Jahr am besten nur mit einem Sechser spielen sollten. So könnte auch eine Variante mit ihm und Witsel zusammen funktionieren. „Es wird ein bisschen davon abhängen, ob wir viel Ballbesitz erwarten oder eher ein Kampfspiel. Der Trainer wird versuchen, die richtigen Puzzleteilchen zusammenzustecken“, so Weigl. 

Ömer Toprak (Faserriss) sowie Christian Pulisic und Raphael Guerreiro (beide muskuläre Probleme) stehen zumindest für das kommende Spiel am Freitag gegen Frankfurt zur Verfügung. Bruun Larsen musste nach seinem Viererpack im Testspiel gestern wegen einer Erkrankung pausieren, ist mittlerweile aber schon wieder im Mannschaftstraining. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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