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Augsburg: Reuter bleibt gelassen

Wenn man in diesem Tagen auf Stefan Reuter trifft, wirkt er nach außen hin sehr entspannt. Während man bei anderen Vereinen in den letzten 3 Tagen der Transferperiode noch wie wild an den letzten Coups feilt, bekommt man bei den Augsburgern den Eindruck, dass alle Arbeit schon getan ist und sich nichts mehr tun wird. 

„Ich gehe davon aus, dass nichts mehr passiert. Wir sind mit dem Kader sehr zufrieden“, so Reuter: „Ich halte nichts davon, so spät irgendwelche Dinge zu machen. Es ist ein großer Vorteil, wenn du wochenlang die Automatismen einstudierst“. Auch Abgänge scheinen derzeit nicht mehr geplant zu sein. Es kann natürlich immer sein, dass kurz vor knapp noch ein unmoralisches Angebot für einen Leistungsträger ins Haus flattert. Unter anderem denken die Experten da an Linksverteidiger Philipp Max, doch auch dazu hat Reuter eine klare Meinung. „Es ist zu spät. Unsere Saison läuft jetzt, wir werden nichts mehr machen“, so der Verantwortliche der Fuggerstädter. 

Die Tür für einen Max-Wechsel scheint somit geschlossen, während sich Reuter aber über eine Nominierung seines Schützlings für die Nationalmannschaft freuen würde. „Er hat eine grandiose Entwicklung genommen. Für mich ist es eine Frage der Zeit, wann er die Chance kriegt“, so Reuter. Selbst im Tor haben die Augsburger wohl nichts mehr vor, auch wenn man zuletzt noch auf der Suche nach einer neuen Nummer 3 war. Nachwuchskeeper Benjamin Leneis konnte die Verantwortlichen in der Vorbereitung überzeugt und soll diese Rolle nun übernehmen: „Er hat es gut gemacht, darum haben wir keinen Druck“, erklärt Reuter.

Einen Profivertrag besitzt der 19-jährige Keeper aktuell noch nicht, doch wenn er sich weiter so anstellt, dürfte das nur der nächste logische Schritt sein. Die Augsburger sind immer bemüht darum, die eigenen Talente möglichst lange an den Verein zu binden. Gestern war es noch Felix Schwarzholz, der seinen ersten Profivertrag bis 2022 unterschrieben hat. Der 18-Jährige ist seit 2009 beim FCA absolvierte schon die komplette Vorbereitung mit den Fuggerstädtern und wurde hier vermehrt als Linksverteidiger eingesetzt. 

Schwarzholz ersetzte in den Trainingsspielen meist Konstantinos Stafylidis, der aufgrund von muskulären Problemen nur wenig trainieren konnte. Der Grieche, der zuletzt an Stoke City ausgeliehen war, ist mittlerweile aber wieder zurück im Mannschaftstraining. Links ist allerdings max bis auf Weiteres gesetzt und so kann es sein, dass er wieder eine ähnlich frustrierende Hinrunde vor der Brust hat, wie es schon in der letzten Saison der Fall war. „Stafy hatte im letzten halben Jahr Pech mit Verletzungen. Der Trainerstab hat jetzt die Aufgabe, ihn auf ein Top-Niveau zu bringen. Im Laufe der Saison wird es immer wieder Möglichkeiten geben, sich in die Mannschaft zu spielen. Wir sind von seiner Qualität überzeugt“, so Reuter. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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