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Dortmund: Favres Baustellen

Bei den Dortmundern sind vor dem Start in die neue Saison noch einige Fragen offen. Wo sind die Lücken im Spiel? Wer wird im Angriff an vorderster Front den ersten Platz bekommen und was wird aus den Spielern, die eigentlich eine Ambition auf einen Startplatz haben, dann aber doch für die Bank eingeplant sind? Der neue Trainer Lucien Favre hat einiges zu tun und stellt sich vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal den offenen Baustellen. 

Die Generalprobe gegen Lazio Rom ist den Dortmundern geglückt, allerdings haben die Borussen vor dem ersten Pflichtspiel der Saison gegen Greuther Fürth noch einiges zu tun. BVB-Coach Lucien Favre zeigte sich mit der aktuellen Entwicklung durchaus zufrieden, was er auch nach dem 1:0 über die Italiener bestätigen konnte. „Wir haben gut verteidigt, besser als gegen Napoli“, so der Schweizer, verschwieg gleichzeitig aber auch nicht, dass Lazio vor allem durch den Ex-Borussen Ciro Immobile ebenfalls zu guten Chancen gekommen ist: „Das ist etwas zu viel. Diese Fehler müssen wir korrigieren.“ Grundsätzlich sieht er aber das Potenzial der Mannschaft und geht davon aus, dass er mit seinen Schützlingen den richtigen Weg eingeschlagen hat. 

Der 60-Jährige plädiert aktuell schon auf Geduld, wovon seine Mannschaft wohl etwas mehr brauchen wird, sowohl im Spiel mit als auch gegen den Ball. Favre fordert, dass man nicht immer direkt mit vollem Einsatz pressen müsse, „das ist manchmal unnötig und zu gefährlich“. Auch im Spielaufbau kann es hier und da helfen, wenn man in den entscheidenden Momenten einen Augenblick länger überlegt, bevor man einen leichtfertigen Ballverlust provoziert und in einen Konter rennt. Nach 5 Wochen der gemeinsamen Arbeit gibt es genau in diesen Bereichen noch Arbeit und Nachholbedarf. „Es geht daher in dieser Woche weiter mit der Vorbereitung, auch wenn der Schwerpunkt ganz langsam auf die Gewinnung von Spritzigkeit verschoben wird“, so Favre.

In den kommenden Tagen dürfte sich dann auch klären, wen Favre an vorderster Front in seinem Sturmzentrum sieht. Marco Reus oder Maximilian Philipp ist aktuell die Frage, nachdem beide in den bisherigen Testspielen fast auf die gleiche Anzahl der Spielminuten gekommen sind. Marco Reus ist Kapitän und konnte vorne am Sonntag gegen Rom direkt den 1:0-Siegtreffer markieren. Laut Favre ist damit aber noch nicht die finale Entscheidung getroffen, da man ohnehin in einer langen Saison früher oder später alle Spieler benötigen werde. „Das Programm ist sehr, sehr eng“, so der Schweizer.

Das ist natürlich nicht vollends ernst gemeint, denn Spieler wie Sebastian Rode, Alexander Isak, Dzenis Burnic und auch Jeremy Toljan sollten sich keine zu großen Hoffnungen machen, da sie weiterhin nur eine kleine Aussicht auf Einsatzzeiten haben. Verschlechtert haben sich deren Chancen natürlich auch durch den Transfer von Axel Witsel, der gegen Lazio in der letzten Viertelstunde sein Debüt im BVB-Dress gab. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der 29-Jährige in der Liga beim ersten Spiel gegen Leipzig sein Debüt in der Startelf feiern. Zusammen mit Thomas Delaney hätten die Dortmunder in der Zentrale dann gebündelte Mentalität, Robustheit und Führungsstärke.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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