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Frankfurt: Fabian vor Abgang?

Marco Fabian konnte beim zweiten Trainingslager der Pokalsieger aus Frankfurt in Südtirol einen starken Eindruck hinterlassen. Doch liegt seine nähere sportliche Zukunft weiter in Frankfurt? Der Vertrag des Mexikaners wird in einem Jahr auslaufen und so wäre es wohl der letzte Coup für die Hessen, wenn sie ihn noch in diesem Sommer verkaufen würden. Selbst eine Vertragsverlängerung steht noch im Raum. Derweil wird Rainer Falkenhain definitiv weiter bei den Adlern bleiben Der bisherige Leiter der Lizenzspielerabteilung wird nun künftig als Vorstandsberater tätig sein.

Vor allem sein neuer Trainer Ade Hütter hatte nach dem Trainingslager nur positive Worte für seinen Schützling Fabian übrig, der sich in der Vorbereitung von seiner spielfreudigen und einsatzbereiten Seite zeigen konnte. „Das ist ein toller Spieler, der gut zur Eintracht passt. Marco wirkt topfit und macht die Sachen sehr gut“, so der Trainer. Ob er im Supercup gegen den FC Bayern von Beginn an spielen wird, ist derweil noch nicht klar und hängt mit Sicherheit von dem System ab, das Hütter gegen den Rekordmeister anstrebt. Gleichzeitig hängt es auch davon ab, was mit der Personalien Rebic passiert. In den letzten beiden Tests gegen FC Empoli und SPAL Ferrara war die Mannschaft in einem 3-4-2-1 unterwegs. Hier könnte Fabien entweder links oder rechts als hängende Spitze fungieren.

Mijat Gacinovic hat ebenfalls eine gute Vorbereitung absolviert und ist aktuell aus der ersten 11 kaum mehr wegzudenken. Er ist der erste Konkurrent von Fabian, wenn es um einen Stammplatz für die anstehende Saison geht. „Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht. Körperlich ist alles top, auch mental fühle ich mich sehr stark. Ich arbeite hart und mit großer Freude. Jetzt geht es darum, mir einen Platz zu erkämpfen und zu zeigen, wie sehr ich darauf brenne, dabei zu sein“, erklärt der Mexikaner, der allerdings keine großen Äußerungen zu seiner sportlichen Zukunft machen wollte: „Meine ganze Konzentration liegt auf der täglichen Arbeit mit der Mannschaft. Im Fußball weiß man nie, wie es weitergeht, aber vom Kopf her bin ich hier.“

Wahrscheinlich will der 29-Jährige noch ein wenig abwarten, welche Rolle sein neuer Trainer für ihn parat hat. Im vergangenen Halbjahr war er natürlich nicht damit zufrieden, dass Niko Kovac ihn vermehrt als Reservisten eingesetzt hat. Fabian konnte und wollte nicht nachvollziehen, warum er in dieser Zeit nicht deutlich mehr Spielpraxis bekommen hat. Wenn sich nun wieder herauskristallisiert, dass er nur als Joker geplant ist, wie ein Wechsel wohl nicht unwahrscheinlich. Wenn der WM-Teilnehmer aber eine tragende Rolle spielen soll, stünde wohl eher eine Vertragsverlängerung ins Haus. Ansonsten könnte der Mittelfeldspieler die Eintracht nach dieser Saison ablösefrei verlassen.

Keine Gedanken um einen Abschied macht sich derweil Rainer Falkenhain. Der 56-Jährige ist zwar nicht länger Leiter der Lizenzspielerabteilung, sondern wird nun als Berater des Vorstands fungieren. Seit Jahrzehnten ist Falkenhain nicht mehr und nicht weniger als die gute Seele des Vereins und damit auch ein zuverlässiger, gut vernetzter Ansprechpartner in der Branche. „Eine Zahl steht für sich: 33 Jahre lang hat Rainer Falkenhain bei der Eintracht in wichtiger Funktion gearbeitet und diese perfekt ausgeübt. Er kennt den Verein und die Bundesliga wie kaum ein anderer. Und deshalb ist es uns wichtig seinen großen Erfahrungsschatz und seine Kompetenz auch künftig gewinnbringend zum Wohle für Eintracht Frankfurt in neuer Funktion einzusetzen“, so Vorstand Axel Hellmann in einer Pressemitteilung. Falkenhain selbst ist natürlich auch mehr als zufrieden mit seiner neuen Position: „Das Vertrauen des Vorstandes bedeutet mir sehr viel, und ich weiß diese neue Aufgabe sehr zu schätzen. Vor allem im Hinblick auf die anstehenden Spiele in der Europa League wird es sehr viel zu tun geben, und ich schaue dieser sicher sehr ereignisreichen Zeit sehr vorfreudig entgegen.“

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