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Bremen: Was wird aus Eggestein?

Auf eine solche Situation haben Vereine in der Regel keine große Lust. Johannes Eggestein ist gerade einmal 20 Jahre alt und ein Top-Talent aus den eigenen Reihen, allerdings auch mit einem auslaufenden Vertrag, der nach dieser Saison endet. Hieße, dass er im kommenden Sommer die Nordlichter aus Bremen ablösefrei verlassen könnte. Ein gewinnbringender Verkauf wäre also nur noch in diesem Sommer möglich, falls es nicht noch zu einer Vertragsverlängerung kommen sollte.  

Die Verantwortlichen der Bremer wollen noch immer, dass der Angreifer an der Weser seinen Durchbruch schafft, allerdings sind sie nicht mit voller Überzeugung für eine Verlängerung des Vertrags am kämpfen. Der Fall ist eher ungewöhnlich, verdeutlicht aber gleichzeitig auch, wie komplex es gerade sowohl für den Spieler als auch für den Verein sein muss. Eine vorzeitige Verlängerung des Vertrags wäre für beide Seiten mit Risiken behaftet. Noch im Sommer 2016 wurde Eggestein von einigen Topklubs wie z.B. den Dortmundern umworben und hatte damit eine erstklassige Verhandlungsposition.

Damals bekam er im Anschluss einen Dreijahresvertrag, der aber im Hinblick auf seine Einsatzzeiten sehr gut dotiert sein soll. Wenn es nun erneut zu einer Verlängerung käme, würde noch mehr Geld fällig werden, was man mit den sportlichen Leistungen nicht wirklich rechtfertigen könnte. Talent hat Eggestein ohne Frage, doch ob ihm der endgültige Durchbruch an der Weser gelingt, bleibt derzeit noch offen. Nach zwei durchwachsenen Jahren ist es daher kein Wunder, dass auch der Angreifer sich vermutlich eher nicht dauerhaft an den Verein binden will. Der U-20-Nationalspieler konnte sich zwar in allen Bereichen verbessern, gleichzeitig hat sich für ihn aber die Konkurrenz im Verein verstärkt. Unter anderem bekam er nun mit Claudio Pizarro auch noch den Bremer Stürmer schlechthin vor die Nase gesetzt.

Laut seinem Manager Frank Baumann ist das aber kein Problem, denn gerade hier soll Eggestein genau hinsehen und sich von einem alten Hasen gewisse Tricks abschauen, die ihm selbst in seiner Karriere weiterhelfen sollen. Schon vor diesem Transfer war der Stürmer im 4-3-3-System auf einer offensiven Außen- oder Halbposition eingeplant, sodass der Peruaner nicht einmal die direkte Konkurrenz ist. Dabei wurde er allerdings nur von seiner eigentlichen Position im Zentrum abgezogen, weil die Bremer dort mit Max Kruse und nun auch mit Martin Harnik schon stark besetzt sind. Fakt ist aber, dass er sich umso besser auf die neue Aufgabe einlassen kann, je schneller er sich von der Mittelstürmer-Position auch innerlich verabschiedet.

So wäre Eggestein also eigentlich ein geeigneter Kandidat für einen Wechsel. In der 2. Liga könnte er beispielsweise ein bis zwei Jahre Spielpraxis sammeln, um dann den nächsten Schritt anzugehen. Für ein Leihgeschäft müsste aber zunächst einmal der Vertrag mit den Nordlichtern verlängert werden…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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