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Hannover: Asano ist da

Die Spieler von Hannover 96 sind mittlerweile zurück von ihrem fünftägigen Trainingslger in St. Peter Ording und haben von ihrem Trainer prompt den Montag frei bekommen. Lediglich ein Spieler war auf der Laufbahn des Erika-Fisch-Stadions zu sehen. Die Rede ist dabei von Takuma Asano, der hinter der Südkurve der HDI Arena einsam seine Runden drehte. 

Der Neuzugang der Niedersachen war kurz vor der WM noch im erweiterten Kader der Japaner und hatte daher eine Woche Zusatzurlaub bekommen, musste nun aber den obligatorischen Laktattest absolvieren. Seine neuen Mitspieler haben das schon in der letzten Woche hinter sich bringen können. Trainer Andre Breitenreiter bescheinigte seinen Kickern dabei durchaus gute Werte. Gleichzeitig weiß der Coach auch, dass Asano unbedingt zu den Niedersachsen wollte: „Takuma beobachte ich schon seit mehreren Jahren. Ich finde, er ist ein sehr spannender Spieler mit großem Talent. Nachdem wir ihm seinen möglichen Weg bei uns aufgezeigt haben, konnten wir Takuma schnell für uns begeistern“, so der 96-Trainer.

Bei den Hannoveranern will Asano nun seinen eigenen Durchbruch forcieren, der ihm bisher trotz seiner Veranlagung noch nicht geglückt ist. 2016 wechselte er aus Japan von Sanfrecce Hiroshima zum FC Arsenal, wo er jedoch nur wenige Wochen und ohne Pflichtspiel blieb, bevor er dann zum VfB Stuttgart verliehen wurde. Hier kam er in 2 Jahren auf immerhin 41 Spiele und schoss im November sein erstes und bisher einziges Tor in der Bundesliga. Witzig: Dieser Treffer gelang ihm gerade gegen Hannover 96. So werden die Niedersachsen den Offensivallrounder nun für ein Jahr vom FC Arsenal ausleihen. Heute morgen hat der mittlerweile 23-Jährige dann das erste Mal mit seinen neuen Kollegen trainieren können.

Asano ist jedoch nicht der einzige japanische Neuzugang bei 96, denn ab sofort ist hier auch Genki Hraguchi zu Gange. Der 27-Jährige wird aber später zur Mannschaft stoßen, da er anders wie Asano in Russland für Japan aktiv war und daher noch einen wohlverdienten Urlaub genießen darf. Haraguchi spielte seit 2014 bei Hertha BSC, wurde aber im vergangenen Januar an Fortuna Düsseldorf in die 2. Liga ausgeliehen. Schon damals hatte Breitenreiter ein Auge auf den Angreifer geworfen. Der Coach meint, dass „Genki, anders als bei der Hertha oder in der Nationalmannschaft, wo er viel auf dem rechten Flügel gespielt hat, seine Qualitäten eher auf einer anderen Position zeigen kann. Er sieht sich auch selbst mehr als Spieler auf der linken Seite, der von dort ins Zentrum zieht, um dann torgefährlich zu werden. Wir wollen ihn in Positionen bringen, wo er Tore erzielen kann.“

Haraguchi hat bisher in Deutschland nur 5 Treffer markieren können. Dass nun gleich zwei Japaner zu den Niedersachsen kommen, scheint Zufall zu sein, dennoch sieht Breitenreiter darin auch einen Vorteil. „So haben beide von Anfang an eine Bezugsperson, mit der sie in ihrer Landessprache reden können“, so der Trainer. Allerdings wird es nun noch ein paar Tage dauern, bis beide in Hannover wieder vereint sind.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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