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Dortmund: Favre kommt

Der Anlauf für diesen Wechsel war durchaus lang. Lucien Favre wird nun wie von vielen erwartet der neue Trainer von Borussia Dortmund werden. Der Schweizer findet beim BVB jedenfalls einen großen Berg an Arbeit vor. Die Dortmunder müssen sich nach einer durchwachsenen Saison erst einmal neu sortieren und dabei soll Favre mit seinen Ansichten eine maßgebliche Rolle spielen. 

Dass Lucien Favre der neue Coach der Dortmunder wird, haben eigentlich schon lange alle gewusst, nachdem immer wieder neue Details ans Tageslicht gekommen sind. Nun haben die Dortmunder den Wunschkandidaten aber auch offiziell bestätigt. So konnten sich die Schwarz-Gelben beim zweiten Anlauf die Dienste des Schweizers sichern, über den sich wohl vor allem Marco Reus freuen dürfte. Der Flügelstürmer hat unter anderem auch schon unter Tuchel und Klopp trainiert, ist aber bis heute der Meinung, dass er unter Favre in seiner Karriere bisher am meisten gelernt hat.

Der mittlerweile 60-Jährige hat die schwere Aufgabe, den BVB wieder in die Erfolgsspur zu bringen und vor allem eine gewisse Konstanz zu etablieren. Kein Wunder, dass der BVB bei gleich 4 Trainern in den letzten 13 Monaten keine festen Strukturen etablieren konnte. So haben unter anderem Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc einige Fehler bei personellen Entscheidungen gemacht und setzen nun all ihre Hoffnungen in Favre, der dem Verein mit seinen Stilarten und Spielphilosophien einen neuen Weg geben soll. In erster Linie sind nun die Mentalität und der Charakter fast noch wichtiger als schöner Fußball.

Fachlich ist Favre definitiv in der Lage, der vermeintlich zweitgrößten Verein der Bundesliga in den Griff zu bekommen. Bei Experten ist er als Stratege hoch angesehen und sowohl in Gladbach als auch bei Nizza konnte er mit Erfolgen überzeugen sowie seine Spieler fußballerisch und mental auf ein neues Level heben. Die Dortmunder sind nach einer schweren Saison aber nicht gerade in Bestform unterwegs und so ist die Aufgabe alles andere als ein leichtes Unterfangen. In Dortmund muss der Fußballprofessor neben der Kommunikation mit den Spielern auch den Balance-Akt mit den Massen und den Medien schaffen. Fakt ist, dass die Fans sich einen Typ wie Jürgen Klopp zurückwünschen. Ob Favre in dieses Profil passen kann, bleibt noch abzuwarten. Der Schweizer muss den Anhang hinter sich bringen, aber auf seine ganz persönliche Art und Weise.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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