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Köln: Bittencourt geht

Jetzt ist es auch offiziell. Die Hoffnungen der Kölner Fans auf einen Verbleib von Leo Bittencourt haben sich in Luft aufgelöst, denn der 24-Jährige hat gestern bei der TSG 1899 Hoffenheim einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Nach dem Verbleib von einigen Stars am Rhein wird der Flügelstürmer aber wohl dennoch erst der Anfang einer Abgangswelle gewesen sein.

Bei den Kölnern hatte Bittencourt noch einen Vertrag bis 2021. Der FC kassiert für ihn nun die festgeschriebene Ablösesumme von ca. 6 Millionen Euro. Die TSG profitiert dadurch vom Kölner Abstieg, denn dadurch wurde diese Klausel überhaupt erst aktiv. Nach den Abgängen von Mark Uth (Schalke) und Serge Gnabry (FC Bayern) muss die TSG ohnehin in der Offensive nachlegen, denn in der kommenden Saison wird man durch den 3. Platz auch wieder in der Champions League vertreten sein. Unter anderem soll auch noch Bremens Ishak Belfodil auf dem Zettel stehen, der an der Weser keine Zukunft mehr hat.

Bittencourt war in seiner Profilaufbahn schon für Energie Cottbus, Borussia Dortmund, Hannover 96 und den FC Köln aktiv. In der letzten Saison steuerte er in 22 Spielen immerhin 5 Treffer und zwei Vorlagen bei einem Notenschnitt von 3,52 bei. Bittencourt ist zwar nur 1,71 Meter groß und 62 Kilo leicht, dafür aber in der Offensive sehr flexibel einsetzbar. Egal ob auf dem Flügel, in den Halbpositionen oder an vorderster Front – der ehemalige U21-Nationalspieler hat überall seine Stärken. „Leonardo Bittencourt ist ein technisch starker und beweglicher Spieler, der über einen sehr guten Antritt verfügt und im Eins gegen Eins extrem schwer zu verteidigen ist“, so Alexander Rosen, Hoffenheims Direktor Profifußball: „Er findet immer wieder Lösungen auch in engen Räumen und wird unserem Spiel gerade gegen tief stehende Gegner sehr guttun. Leo kam in Köln vor allem über die linke Außenbahn, aber wir sehen ihn sehr variabel.“

Bittencourt selbst will nach dem Abstieg mit dem FC dennoch weiter in der Bundesliga und vor allem auch international spielen. „In Hoffenheim wird seit Jahren hervorragend gearbeitet, und die Tatsache, dass mehrere Spieler von dort aus den Sprung in die A-Nationalmannschaft des DFB geschafft haben, ist eine ausgezeichnete Referenz, die mich als ambitionierten jungen Spieler beeindruckt“, so der Flügelstürmer.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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