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Dortmund: Sahin spricht Klartext

Die Dortmunder haben eine schwierige Saison hinter sich, konnten sich aber trotz einer 1:3 Niederlage in Hoffenheim noch für die Champions League qualifizieren. Vor allem Sechser Nuri Sahin hat im Nachhinein wieder etwas Klartext geredet. „Leck mich am Arsch, wir haben uns qualifiziert“, so der Mittelfeldspieler, der bei der Auflistung der offensichtlichen Probleme fast kein Ende fand.

Die Dortmunder zeigten bei der Pleite in Hoffenheim noch einmal alles, was sich in der kommenden Saison ändern muss, wenn man wieder erfolgreicher sein will. Vor allem die letzten Minuten der Partie machten klar, woran es in dieser Saison zu oft gehapert hat. Die Hausherren konnten mit ihrem Sieg noch einmal am BVB vorbeiziehen und hätte Leverkusen im eigenen Spiel gegen Hannover nur zwei Törchen mehr geschossen, wäre man auf der Zielgeraden noch in die Europa League durchgereicht worden. Doch selbst während dieser schweren Phase versuchten es die Dortmunder überhaupt nicht, mit eigenen Mitteln an ihrem Schicksal zu schrauben.

Am Ende hatte man dann Glück, dass die Hannoveraner mit dem 1:3 in Leverkusen Schützenhilfe leisten konnten. Die Dortmunder Fans würden diese Saison dann aber doch gerne aus den Köpfen streichen. Noch in der Kabine der SAP Arena ging es in die Analyse. „Ich wünsche uns allen viel Selbstkritik und ehrliche Analysen“, so Nuri Sahin, der gegen die TSG noch etwas überraschend in der Startelf stand. Gründe für die schlechte Saison kennt der Deutsch-Türke viele: „Trainerwechsel vor der Saison, Trainerwechsel in der Saison, ein streikender Spieler vor der Saison, der für uns sehr wichtig war, dann noch ein Spieler, der unbedingt wegwollte und uns mit seiner Qualität geholfen hätte. Es gab viele Probleme am Anfang der Saison, auch in der Kabine. Vor allem disziplinarischer Natur. Mehr als Platz vier war nicht drin.“

Peter Stöger wird den BVB nun verlassen, konnte mit der Qualifikation für die Champions League aber immerhin seine persönliche Mission erfüllen. In der nächsten Saison darf sich nun mutmaßlich Lucien Favre daran versuchen, den BVB wieder in die Spur zu bringen. Letztendlich wird aber nicht ein Trainerwechsel alle ins gelobte Land führen – darüber sind sich alle Beteiligen einig. Die Fehleranalyse muss in den kommenden Wochen bis in die kleinen Details fortgeführt werden. „Jeder Einzelne, nicht nur die Spieler, muss Selbstkritik anbringen, von A bis Z“, so Sahin, der sich selbst natürlich auch nicht aus der Kritik nehmen will: „Ich weiß, woran ich selbst anknüpfen muss. Alles andere wäre in die Tasche gelogen.“

Bevor man nun in den mehr oder weniger verdienten Urlaub starten kann, stehen noch zwei Testspiele in Zwickau und Herne sowie ein einwöchiger PR-Trip nach Los Angeles an. Fakt ist, dass die Schwarz-Gelben nun erst einmal etwas Ruhe haben werden. „Wir werden uns vielleicht sechs Wochen nicht sehen. Man bekommt eine andere Sichtweise, wenn man Abstand gewinnt, im Urlaub ist“, so Sahin. Anfang Juli werden dann alle unter einem neuen Trainer versuchen, es besser zu machen. Natürlich wird es bis dahin auch den einen oder anderen Neuzugang geben, der wieder mehr Qualität in den Kader bringen soll: „Schaden kann das ja nicht“, so Sahin mit einem Grinsen im Gesicht.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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