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Hoffenheim: Nagelsmann über Korkut

Die ganze Liga hat in den letzten Wochen mit Staunen dabei zugesehen, wie sich die Stuttgarter entwickelt haben. Unter anderem natürlich auch Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann. Dieser musste sich nun aber über die Berichterstattung der Presse über seinen Trainerkollegen Tayfun Korkut äußern und sprach dabei gar von einem großen Skandal. 

Die beiden haben sich auf ihrem beruflichen Werdegang knapp verpasst. Eigentlich wollte Julian Nagelsmann Co-Trainer von Tayfun Korkut werden. Es war das Jahr 2010, als Nagelsmann von 1860 München in den Kraichgau kam und dort den Platz als Assistent der U17 übernahm. Damals verließ Korkut den Klub, um seine Ausbildung zum Trainer zu absolvieren, bevor er ein Jahr später als Trainer der Stuttgarter U19 eingestellt wurde. Nachdem er über Zwischenstationen als Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft, Chef bei Hannover 96, beim 1. FC Kaiserslautern und bei Bayer Leverkusen wieder im Schwabenland angekommen ist, scheint es nun richtig rund zu laufen. Der VfB hat nicht nur den Klassenerhalt souverän geschafft sondern schickt sich nun an, auf der Zielgeraden noch das europäische Geschäft zu erreichen. „Diese Entwicklung freut mich ungemein für Tayfun, es war für mich ein großer Skandal, wie über ihn berichtet wurde, bevor er einen Tag da war“, so Nagelsmann über den Gegenwind, den Korkut vor seinem Amtsantritt hinnehmen musste: „Ich kenne ihn besser als andere Kollegen, weil er auch in Hoffenheim war, als ich vor langer Zeit hier angefangen habe.“

Vor dem baden-württembergischen Derby ist das Motto ganz klar der Kampf um Europa. Während die Gäste aus Hoffenheim noch in die Champions League wollen, kämpfen die Stuttgarter überraschend im Endspurt noch um die Europa League. Nagelsmann weiß, dass das die Sache für die TSG natürlich nicht einfacher macht. Lieber hätte man natürlich einen Gegner bekommen, für den die Saison im  großen und ganzen gelaufen ist. „Sie sind ähnlich wie wir mit viel Selbstvertrauen vollgepackt, das macht es nicht einfach“, so Nagelsmann, der für Korkut immer nur warme Worte übrig hat: „Sein Team steht sehr stabil und verteidigt sehr gut. Er hat aber auch zwei sehr wuchtige Stürmer vorne, die eine außergewöhnliche Präsenz haben, aber der Schlüssel ist ein gutes Verteidigen und ein gutes Umschalten. Sie lassen wenige Chancen zu. Gomez hat schon einen guten Riecher, das macht sie gefährlich.“

Nagelsmann geht davon aus, dass seine TSG das Spiel machen muss und die Stuttgarter auf ihre Chancen lauern werden, obwohl sie ein Heimspiel haben. „Tayfun wird auch nicht 90 Minuten das Gleiche machen, so wie wir auch“, so Nagelsmann, „wir müssen eine gute Balance finden, zwischen dem unbedingt gewinnen wollen, aber auch die nötige Vorsicht vor Konter zu haben. Wir werden trotz der Ausfälle genügend Spieler auf dem Feld haben, die ein gutes Balancegefühl haben.“ Ein Beispiel dafür ist Lukas Rupp, der die Schwaben nach dem Abstieg 2016 in Richtung Hoffenheim verließ. Er dürfte aller Voraussicht nach für den verletzten Kerem Demirbay zum Einsatz kommen. Neben ihm sind Nadiem Amiri und der nach Gelbsperre wieder verfügbare Florian Grillitsch heiße Kandidaten auf die verbleibenden Plätze in der Startelf.

In der Abwehr muss Nagelsmann weiter Benjamin Hübner ersetzen und vorne sollen Andrej Kramaric, Mark Uth und Adam Szalai den Ausfall von Serge Gnabry kompensieren. Bleibt abzuwarten, wer das Duell um Europa gewinnen wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: , ,
 
 

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