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Hamburg: Hunt von der 3 zur 1

Die Hamburger konnten ein starkes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt setzen. Das war unter anderem auch der Tatsache geschuldet, dass Trainer Christian Titz wieder einmal seinen vordersten Stürmer austauschte. Was zunächst mit Fiete Arp gegen Hertha (1:2) und Luca Waldschmidt gegen Stuttgart (1:1) nur bedingt funktionierte, sollte sich gegen die Schalker mit Aaron Hunt lohnen, denn der Angreifer erzielte mit einem Kracher den wichtigen Treffer zum 3:2-Sieg der Hanseaten. 

Nach drei verschiedenen Angreifern gab es nun den ersten Treffer, was für Christian Titz keine große Überraschung war. „Als Ich A-Jugendtrainer von Alemannia Aachen war und Aaron in der A-Jugend von Werder Bremen spielte, war er auch Stürmer und hat mir richtig gut gefallen“, so der Trainer, der nach eigenen Aussagen zufolge diese Erinnerung seit seinem ersten Tag bei Werder mit sich herumtrug: „Ich hatte ihn schon in meiner ersten Woche darauf angesprochen und ihm gesagt, dass ich mir diesen Aaron Hunt auch bei uns wünsche. Ich denke, das hat ihn angestachelt, er hat seitdem daran gearbeitet.“ Fakt ist, dass der mittlerweile 31-Jährige kein klassischer Mittelstürmer ist, da er diese Rolle komplett anders interpretiert: „Er ist ein sehr guter Anlaufspieler, spielt Pässe in die Schnittstelle.“

Gegen die Schalker konnte der ehemalige Bremer auf ganzer Linie überzeugen. Vor allem das Zusammenspiel mit dem angesprochenen Luca Waldschmidt klappte sehr gut und sorgte immer wieder für Gefahr. Sein überragendes Tor markierte er aber erst, als er nach der Einwechslung von Arp eine Position weiter zurück rotieren konnte. Nach seiner Leistung kann man aber davon ausgehen, dass er dennoch in der Sturmspitze bleiben wird, da er den Angriff des HSV deutlich variabler gestaltet. Vor allem aber auch deswegen, weil Bobby Wood mittlerweile keine Rolle mehr spielt. Wie seine Vorgänger Markus Gisdol und Bernd Hollerbach unternahm auch Titz den Versuch, den Amerikaner wieder in die Spur zu bringen, doch der Großverdiener schafft es nicht. Seine Körpersprache sei katastrophal und auch seine Ausbeute von gerade einmal einem Tor in dieser Saison spricht eine klare Sprache.

Titz hat schnell gelernt, wie er seine offensichtliche Enttäuschung in durchaus diplomatische Worte packen kann: „Ich finde es schade, denn er ist eigentlich ein sehr interessanter Spieler, er hat viel Tempo, eine gute Ballsicherheit. Aber es ist so, dass es die anderen einfach besser gemacht haben. Und ich will den Spielern mit meinen Entscheidungen einfach zeigen, was ich mir vorstelle“, so der Coach. So kann man davon ausgehen, dass Wood bis auf weiteres nicht im Kader sein wird, denn aktuell ruhen die Hoffnungen auf Hunt, dem eigentlichen Stürmer Nummer 3.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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