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Leverkusen: Baumgartlinger in Hochform

Er ist definitiv nicht der Mann für die ganz großen Momente, doch gerade deswegen ist Julian Baumgartlinger für die Leverkusener aktuell so wichtig, denn oftmals sind es die kleinen eher unscheinbaren Dinge, die einer Mannschaft die nötige Stabilität verleihen. Der Kapitän der Österreichischen Nationalmannschaft sieht die große Stärke von Bayer auf der Doppelsechs, auch wenn sich hier die Besetzung immer mal wieder ändert.

Am kommenden Sonntag geht es für die Werkself im Derby gegen den 1. FC Köln zu Gange. Wie man schon jetzt mit Sicherheit sagen kann, werden die Leverkusener auch hier wieder mit extrem breiter Brust ans Werk gehen, denn in den letzten Wochen hat man unter Beweis gestellt, dass man zu den absoluten Topteams der Liga gehört. „Wir sind sehr selbstbewusst momentan, sodass wir die Spiele dominieren können. Das spürt man immer auf dem Platz“, so Julian Baumgartlinger, der zuletzt mit starken Leistungen auf der Doppelsechs maßgeblichen Anteil an den Siegen gegen Wolfsburg und Gladbach hatte.

Vor allem das Zusammenspiel mit seinem Nebenmann Charles Aranguiz funktioniert wunderbar. „Charles und ich haben ein ähnliches Spielverständnis, wir sind ähnlich strukturiert. Er hat nach vorne noch die Kaltschnäuzigkeit – da ergänzen wir uns als Doppelsechs ganz gut“, so der mittlerweile 30-Jährige, der im Moment den eher defensiveren Part in der Mitte übernimmt und sich damit als Teamplayer ganz den Belangen des Vereins unterordnet. Gleichzeitig verliert er aber auch nicht die Konkurrenz aus den Augen, die er natürlich dennoch als Kollegen ansieht: „Auch Dominik Kohr, der die meisten Spiele von uns gemacht hat, bringt viel Qualität mit. Das macht uns gerade stark, dass wir, egal in welcher Kombination wir auf dem Platz stehen, wirklich Stabilität haben. Wir kennen uns gut. Die Automatismen passen so langsam.“

Baumgartlinger ist im Kader der Leverkusener nicht unersetzlich, hat sich aber vor allem in den letzten Wochen wieder als echte Stütze herausgestellt. Eigentlich wäre Kapitän Lars Bender der erste Anwärter auf den Platz neben Aranguiz, doch im Moment wird er auf der rechten Verteidigerposition gebraucht. Bender fehlte heute im Training und auch Aranguiz musste in letzter Zeit immer wieder wegen Kniebeschwerden kürzer treten. Das Duo soll für das Spiel gegen Köln aber dennoch voll einsatzbereit sein. Wenn alle vier Sechser fit sind, hat Trainer Heiko Herrlich hier die Qual der Wahl, was auch in anderen Mannschaftsteilen der Fall ist. Dabei hat Baumgartlinger die letzten Spiele dafür genutzt, um gehörig Werbung für sich selbst zu betreiben. „Ich bin froh, dass sich meine Leistung bringen kann. Ich bin froh, dass wir unsere Spiele gewinnen. Da ist der Einzelne nicht so wichtig“, so der Österreicher.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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