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Schalke: Naldo unter Beobachtung

In diesem Sommer ist endlich wieder eine WM angesagt. Auch die Brasilianer starten hier einen weiteren Versuch und in der Bundesliga macht sich dabei ein Verteidiger gewaltige Hoffnungen, am Abend seiner Karriere doch noch einmal bei einem solchen Turnier mitwirken zu können. Zumindest schürte Brasiliens Nationaltrainer Tite diese Hoffnungen: „Wir haben Naldo im Blick.“ Fakt ist aber, dass der Schalker nicht für die kommenden Länderspiele nominiert wurde, obwohl es unter anderem auch gegen Deutschland gehen wird.

Trotz seiner herausragenden Leistungen in der Liga wurde Naldo wieder einmal nicht für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert. Wie man es von ihm gewohnt ist, trug er die Entscheidung mit Fassung und konzentriert sich voll auf das anstehende Duell gegen seinen Ex-Klub Wolfsburg. Naldo wurde zwar in Brasilien geboren, hat mittlerweile aber auch einen Deutschen Pass und fühlt sich hier durchaus heimisch. Folglich hätte es für ihn wohl einen extremen Stellenwert gehabt, wenn er für Brasilien gegen Deutschland hätte spielen dürfen. Dabei hofft der mittlerweile 35-Jährige schon seit Jahren auf eine neue Berufung für die Selecao. Bisher hat er immerhin vier Länderspiele absolviert, seine letzte Berücksichtigung war allerdings im Jahr 2009 und ist damit schon eine halbe Ewigkeit her.

Fakt ist aber auch, dass er im Moment die Form seines Lebens auf Schalke erreicht. Kein Wunder, dass sein Nationaltrainer Tite ihn zwangsläufig auch für die WM auf dem Zettel haben muss. Darüber äußerte dieser sich bereits im Januar exklusiv gegenüber dem kicker: „Er ist einer der Spieler, die wir im Blick haben“, so Tite, der den ehemaligen Wolfsburger dann aber doch nicht für die Länderspiele am 23. März in Moskau gegen Russland und am 27. März in Berlin gegen die DFB-Auswahl nominiert hat. Naldo nahm die Entscheidung zumindest nach außen hin sehr gelassen: „Eine Nominierung wäre schön gewesen. Ich versuche, bei Schalke jede Woche meine beste Leistung zu zeigen. Vielleicht denkt Tite ja noch mal an mich…“, so der Verteidiger.

Jetzt aber denkt Naldo in erster Linie an das bevorstehende Duell mit dem VfL Wolfsburg am kommenden Samstag. Bei den Wölfen stand der Brasilianer von 2012 bis 2016 unter Vertrag und wurde unter anderem 2015 Vizemeister und Pokalsieger. Der sportliche Rückschritt bei den Wölfen lässt den Verteidiger jedenfalls auch zu Schalker Zeiten nicht kalt: „Ich verfolge den VfL immer, stehe immer noch in Kontakt mit mehreren Spielern. Beim Blick auf die Tabelle sieht es für Wolfsburg schlecht aus“, so Naldo, der einschränkt: „Wolfsburg hat viel Qualität, der Kader ist gespickt mit namhaften Profis.“ Damals wäre Naldo gerne bei den Wölfen geblieben, doch Klaus Allofs ließ ihn damals ziehen. Einige Wolfsburger sind bis heute davon überzeugt, dass es einer der größten Fehler der Vereinsgeschichte war. Naldo zog es ablösefrei zu den Schalkern, wo sein Vertrag bereits bis 2019 verlängert wurde. Die Leistungen sprechen dafür, dass diese Wolfsburger mit ihrer Vermutung Recht haben könnten…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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