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Hoffenheim: Nur noch zwei Patienten

Die Hoffenheimer hatten zwischenzeitlich mit zahlreichen Verletzten zu kämpfen, doch bis auf zwei Patienten kann Trainer Julian Nagelsmann mittlerweile wieder auf seinen kompletten Kader zuürckgreifen. Nur Kerem Demirbay und Stefan Posch müssen aktuell noch in der Reha für ihr Comeback arbeiten. Demirbay konnte indes zumindest schon wieder mit dem Lauftraining beginnen, während Posch sich noch gedulden muss, nachdem er der Shootingstart der Hinrunde war.

Demirbay hat schon ein paar Schritte zurück auf den Platz absolviert. Insgesamt viereinhalb Wochen nach dem schweren Unfall im Spiel gegen Berlin konnte er das Lauftraining wieder aufnehmen. Kein Wunder, dass alle im Kraichgau froh waren, den Spielmacher wieder auf dem Platz zu sehen. Bis zu seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining wird aber wohl noch etwas Zeit ins Land gehen müssen. Nach seinem Syndesmose-Anriss sagt der 24-Jährige selbst, dass es noch eine ganze Weile lang dauern wird.

Bei Posch ist ebenfalls noch komplett unklar, wann er wieder voll belastbar sein wird. Der Österreicher leidet aktuell an Problemen im Leisten- und Adduktorenbereich. Er wird die Schmerzen einfach nicht los. Aktuell lautet die Diagnose Schambeinreizung, was einen genaueren Zeitpunkt für das Comeback nicht eingrenzen lässt. Für den Shootingstart der Hinrunde ist es ein absoluter Schlag ins Gesicht, denn vor dieser Saison hatte ihn noch niemand bei den Profis auf der Bildfläche. Der Ausfall von Innenverteidiger Ermin Bicakcic (Kreuzbanddehnung) war dann neben der Formkrise von Havard Nordtveit der große Startschuss für eine steile Karriere von Posch. Dieser nutzte seine Chance gleich merhfach und stand ab dem achten Spieltag bis zur Winterpause in der Bundesliga immer in der Startelf der Kraichgauer.

So hießen die Gegner auf einmal nicht mehr Ulm, Kassel oder Stuttgarter Kickers sondern unter anderem auch europäische Klubs wie Rasgrad, Istanbul oder Brage. „Den Jungen scheint gar nichts aus der Ruhe bringen zu können, das ist ganz bemerkenswert“, so Manager Alexander Rosen damals. Auch Trainer Julian Nagelsmann fand klare Worte für seinen jungen Schützling: „Er hat es in der Zentrale fast noch besser gemacht als außen oder in der Halbposition“, so der Coach, der aber auch schnell wusste, dass der Verteidiger ob der neuen Belastung früher oder später an seine körperlichen Grenzen stoßen wird: „Er ist am Limit, es wäre gut, wenn er mal eine Pause bekommt.“

Posch selbst wollte damals wohl nur den Moment genießen aber nicht ohne zu ahnen, dass es nicht ewig so weitergehen wird: „Ich freue mich, dass ich Woche für Woche zum Einsatz komme und hoffe, dass es so weitergeht, aber die Belastung ist schon viel höher, ich habe auch ein bisschen Probleme mit einer Reizung an der Hüfte.“ Sein Körper hat sich gemeldet und zwingt ihn aktuell zu einer Pause. Fakt ist aber auch, dass der 20-Jährige noch sehr viel Zeit hat, endgültig durchzustarten. Immerhin hat er auch bei der TSG noch einen Vertrag bis 2020.

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