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Gladbach: Kader am Ende

Borussia Mönchengladbach hat es in diesen Tagen nicht einfach, denn die Fohlen müssen auf immer mehr verletzte Leistungsträger verzichten. Mittlerweile haben die Rheinländer Probleme, die wegfallenden Qualitäten zu kompensieren, was sich auch in den Ergebnissen niederschlägt. Trainer Dieter Hecking fand derweil klare Worte für die aktuelle Situation am Niederrhein.

Heute sind die Gladbacher in die Trainingswoche und damit auch in die Vorbereitung auf die neue Partie gestartet. Trainer Dieter Hecking hatte wieder einmal nur eine sehr überschaubare Gruppe vor Augen. Insgesamt standen ihm nur 15 Feldspieler zur Verfügung. Traurig aber wahr – mittlerweile ist das Gewohnheit bei den Fohlen. Nun fiel auch noch Denis Zakaria aus. Der Schweizer konnte beim 2:2 gegen Bremen in der ersten Halbzeit noch auf ganzer Linie überzeugen, liegt jetzt aber mit einer Erkältung flach: „Wir müssen immer wieder improvisieren“, so Hecking, der mit seiner Erfahrung ganz genau weiß, was eine solche Ausfallwelle nach sich ziehen kann: „Es führt dazu, dass wir momentan nicht das Niveau haben, um mit den Teams ganz vorne Schritt zu halten.“

Das sind gewohnt klare Worte vom Coach, nachdem er bisher aber immer noch auf die Qualität und Tiefe des Kaders verwiesen hatte. Eigentlich sollten die Ausfälle kompensiert werden, doch langsam werden die Reihen sehr licht. Fakt ist, dass die Saison dem Ende zugeht und das den Gladbachern die Spiele ausgehen. Der Rückstand auf den 6. Platz, der sicher zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde, beträgt aktuell schon 4 Zähler. Am Samstag kommt es nun zum Derby gegen Leverkusen und schon dieses Ergebnis könnte vieles im Rennen um die vorderen Plätze entscheiden. Sollte die Partie nicht gewonnen werden, bleibt fast nur noch die Hoffnung darauf, dass nach dieser Saison auch der 7. Platz für die Europa League reicht. Zumindest zum aktuellen Zeitpunkt wäre genau das der Fall, aber verlassen wollen sich die Gladbacher nicht darauf.

Vor dem Derby rechnet Hecking nicht damit, dass einer der Verletzten zurückkehren wird, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Raffael ist mit der schwerwiegendste Ausfall und hat seine Wadenprobleme noch nicht komplett auskuriert. Immerhin konnte er heute schon wieder individuell trainieren, doch es sieht eher so aus, als würde der Angreifer nicht rechtzeitig fit werden. Derweil ist immerhin wieder absehbar, dass die Langzeitverletzten Tobias Strobl (nach Kreuzbandriss) und Fabian Johnson (Rückenbeschwerden) bald wieder ins Mannschaftstraining aufgenommen werden können. „Beide sind aber so lange raus, dass sie noch nicht wieder in der Verfassung sein können, um uns schon bald zu helfen“, so der Coach, der auch davon ausgeht, dass die Personalsituation sich nach dem Leverkusen-Spiel noch nicht entscheidend verbessern wird: „Natürlich hofft man immer darauf, dass einer der Verletzten zurückkommt. Realistisch betrachtet wird aber vermutlich niemand vor der Länderspielpause wieder so weit sein, dass er uns in einem der beiden vorherigen Spiele zur Verfügung steht.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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