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Hamburg: Kommt Schmadtke?

Bei den Hamburgern wird in diesen Tagen so ziemlich alles über den Haufen geworfen. Bernd Hoffmann ist mittlerweile neuer Präsident und ist prompt auf der Suche nach einem neuen ganz starken Sportvorstand. So soll unter anderem Jörg Schmadtke wieder einmal ein Kandidat für diesen Posten sein.

Diesen Montag beginnt Bernd Hoffmann ein völlig neues Kapitel. Als neuer Vereinspräsident wird er als erstes wohl ein Telefonat mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Krall führen, der seit zwei Wochen im Amt ist. Dieses Gespräch dürfte wohl schon wegweisende Züge annehmen. Schon vor der Wahl hatte Hoffmann offen kommuniziert, dass er den Vorsitz im Kontrollgremium gerne hätte. Sonntag fuhr er dann noch einmal ein paar Gänge zurück, wisch dabei aber auch nicht gänzlich von seiner Linie ab: „Ich beanspruche eine deutlich vernehmbare Stimme“, so Hoffmann, der aber durchaus konkrete Pläne für den Vorstand der Fußball AG hat.

Hoffmann hatte bereits angekündigt, dass er im Aufsichtsrat auf jeden Fall darüber diskutieren will, ob die Hamburger an den wichtigen und entscheidenden Stellen auch die richtigen Leute sitzen haben. Seine eigene Meinung hat er dabei schon mehr als deutlich Preis gegeben: „Ich halte Kontinuität für die falsche Strategie. Wir müssen alles auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen jetzt einen ganz starken Sportvorstand.“ Aktuell gibt es diese Posten noch nicht, denn Jens Todt agiert als Sportchef ohne Vorstandsmandat. Laut aktueller Informationen gibt es mit Jörg Schmadtke schon einen potenziellen Kandidaten für diese Stelle, die dann erst noch geschaffen werden muss. Der ehemalige Kölner war schon 2013 ein möglicher Kandidat und zum Vorstellungsgespräch an der Elbe, allerdings klappte damals die Zusammenkunft mit dem Aufsichtsrat nicht.

Schmadtke selbst gilt als Macher, der am liebsten nur Leute hinter sich als vor sich haben möchte. In Köln stand er zumindest mit Alexander Wehrle auf einer Ebene in der Geschäftsführung. In Hamburg könnte nun eine ähnliche Zusammenstellung folgen, denn schon mit den Kölnern hat er gezeigt, dass er mit einer Truppe in der zweiten Liga durchaus einen Neuanfang starten kann. Der Abstieg droht auch den Hamburgern wieder einmal, was natürlich auch der neue Präsident weiß: „Keiner will das, aber wir müssen uns in unserer Situation natürlich mit dem Worst-Case-Szenario beschäftigen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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