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Wolfsburg: Neuer Gomez gesucht

Die Wolfsburger sind mal wieder mitten im Abstiegskampf angekommen. Vor gut einem Jahr war es Mario Gomez, der sich fast alleine gegen den Abstieg stemmte und mit seinen Treffern damit letztendlich auch Erfolg hatte. Der Nationalstürmer hat die Niedersachsen aber mittlerweile verlassen und geht für den VfB Stuttgart auf Torejagd. Seitdem vermissen die Wolfsburger schmerzlich einen Scorer an vorderster Front.

Er liefert genau das, was man von ihm erwartet. Mario Gomez markierte seinen erster Treffer für die Stuttgarter ausgerechnet in Wolfsburg. Am letzten Wochenende lieferte er dann die Vorlage zum entscheidenden 1:0 gegen die Gladbacher. Für die Stuttgarter hat sich der Transfer des ehemaligen Topstürmers schon jetzt gelohnt. Zeitgleich schauen die Wolfsburger in die Röhre, denn bei den Niedersachsen vermisst man aktuell einen echten Knipser, was sich auch an den Ergebnissen der letzten Wochen festmachen lässt.

Bei den Wölfen wird also ein neuer Gomez gesucht. Doch wer hat im aktuellen Kader das Zeug dazu, in die Rolle des Leistungsträgers zu schlüpfen und mit seinen Treffern für den Klassenerhalt zu sorgen? Der 32-Jährige war eine Führungsperson und hatte mit seinen 16 Saisontreffern und einem Tor in der Relegation gegen Braunschweig maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des VfL. Selbst seine bloße Anwesenheit hat den Niedersachsen oft schon das nötige Selbstvertrauen gegeben. In der Hinrunde war der ehemalige Nationalspieler dann mit nur einem Treffer aber auch nicht mehr wirklich treffsicher. Eigentlich sollte ihn Divock Origi ersetzen. Der Neuzugang vom FC Liverpool konnte immerhin mit seinem Treffer gegen Stuttgart die Durststrecke beenden, doch sein Trainer Martin Schmidt ließ ihn dann im Spiel gegen die Bremer über 90 Minuten auf der Bank sitzen, “weil Divock zuletzt zweimal intensive 90 Minuten gespielt hat“. Statt dem Belgier durfte der gerade einmal 19-jährige Nigerianer Victor Osimhen ran, der aber offensichtlich noch nicht das Niveau der Bundesliga erreichen konnte.

Wer könnte den Wolfsburgern nun die Sicherheit geben, die sie so dringend benötigen? Yunus Malli ist zwar ein überragender Fußballer, hat aber von seiner Persönlichkeit her nicht das Potenzial eines Leitwolfs auf dem Feld. Winterneuzugang Admir Mehmedi gilt auch nicht als der größte Lautsprecher. Daniel Didavi ist als Topscorer am ehesten in der Lage, diese Bürde zu tragen, allerdings hat er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, sodass man auch nicht alle Hoffnungen in ihn setzen sollte. Maximilian Arnold wurde bei der Kapitänsfrage vom ehemaligen Trainer Andries Jonker und auch von Schmidt nicht berücksichtigt, was sich offensichtlich auch auf seine Leistungen auswirkte. So bleibt fast nur noch Kapitän Ignacio Camacho übrig, der jedoch seit Monaten wegen einer Sprunggelenk-OP außer Gefecht ist. Gut möglich, dass der Spanier bald wieder ins Training einsteigen kann, allerdings ist er dann auch nicht wieder direkt bei 100 Prozent und wird den Wölfen im Endspurt damit auch nur vereinzelt helfen können.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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