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Hamburg: Neue harte Marschroute

Der Vergleich mit Felix Magath liegt sehr nahe. Das weiß der neue Hamburger Trainer Bernd Hollerbach natürlich ganz genau, allerdings wehrt er sich auch entschieden dagegen: „Felix und ich hatten eine erfolgreiche Zeit“, so der Trainer, „aber jeder hat seine eigene Art, du musst authentisch sein.“ Wie auch zu Magath gehört zu Hollerbachs Konzept die harte Arbeit. Das bekamen die Profis schon heute zu spüren und werden sie auch in den nächsten Wochen und vermutlich Monaten merken.

Hollerbach verlangt von seinen Profis jetzt, dass sie den kompletten Tag arbeiten. Heute trafen sich alle um 8.30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück, bevor es dann bei der morgendlichen Trainingseinheit eher um eine komplette Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes ging. In Vierergruppen wurden einige 1000 Meter Tempoläufe absolviert. Hollerbach will sich vom Fitnesszustand seine neuen Schützlinge einen Eindruck verschaffen. Bei den Laufeinheiten waren vor allem Lewis Holtby, Sven Schipplock, Dennis Diekmeier und André Hahn an vorderster Front, doch auch Aaron Hunt konnte überzeugen. Negative Überraschungen gab es hingegen bei Kyriakos Papadopoulos und Vasilije Janjicic, die in ihren Gruppen früh und vor allem weit abreißen lassen mussten.

Die Frage ist nun, wie der neue Cheftrainer darauf reagiert. Vor allem Papadopoulos hatte noch unter Gisdol viele Freiheiten. In der Stammelf war er fest eingeplant, während er aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit nicht jede Trainingseinheit mitmachen musste. Hollerbach ist zwar wie Magath ein Freund von einer ausgeprägten Fitness, allerdings will er sich trotzdem nicht mit dem Medizinball-Guru vergleichen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einer kurzen Pause ging es dann mit der zweiten Einheit des Tages weiter. In Zukunft soll auch der Donnerstag mit zwei Einheiten zu einem Ganztagstraining genutzt werden. Für Hollerbach ist diese Herangehensweise unumgänglich, wenn man im Abstiegskampf bestehen will: „Ich muss die Mannschaft schnell richtig kennenlernen, will auch wissen, wie sich die Spieler in der Kabine verhalten.“ Bleibt abzuwarten, ob die Profis diese neue Einstellung auch auf den Platz befördern können.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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