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Bayern: Wagner von Beginn an?

Die Bayern werden morgen ohne vier ihrer besten Kicker zum Auswärtsspiel nach Leverkusen reisen. Unter anderem ist Robert Lewandowski nicht mit von der Partie, allerdings wollte Jupp Heynckes dennoch keine Startplatzgarantie für Wintertransfer Sandro Wagner aussprechen.

Neben dem noch immer verletzten Manuel Neuer und Thiago wird Trainer Heynckes wie bereits angekündigt im morgigen Spiel gegen Leverkusen auch auf Torjäger Robert Lewandowski (Probleme mit der Patellasehne) und auch auf Verteidiger Mats Hummels (Adduktorenprobleme) verzichten. „Alles andere wäre fahrlässig“, so der Coach am heutigen Donnerstag. „Ich bin froh, dass beide schon wieder Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht haben, sie werden ihr Pensum höchstwahrscheinlich ab Montag erhöhen.“ So wäre also durchaus denkbar, dass beide schon beim nächsten Spiel gegen die Bremer wieder mit von der Partie sind.

Das könnte nun natürlich direkt die große Chance für Sandro Wagner sein. Die Bayern haben den Angreifer in diesem Winter für 12 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtet, doch Heynckes wollte keine Startelfgarantie aussprechen, obwohl Lewandowski nicht dabei ist. „Er ist die erste Option. Sandro hat sich sehr gut eingegliedert, sehr diszipliniert und gut trainiert. Aber jeder Spieler braucht eine gewisse Zeit zur Integration, das ist nicht innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen. Ich lasse mir noch durch den Kopf gehen, wie wir spielen wollen und entscheide es morgen“, so Heynckes´ Überlegungen.

Wagners Statistik gegen Leverkusen spricht jedenfalls für einen Einsatz, denn gegen die Werkself hat er schon 4 Treffer markiert und auch 3 Vorlagen waren dabei. Gute Argumente für Heynckes, allerdings ist nicht klar, ob diese reichen. Ebenfalls offen dürfte ein Einsatz von Joshua Kimmich sein, der in der Vorbereitung mit einer Erkältung und Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. Sein nomineller Ersatz wäre Rafinha und neben Boateng würde wohl Niklas Süle statte Hummels verteidigen. Die Bayern reisen jedenfalls mit einer gehörigen Portion Respekt in den Westen, denn immerhin haben die Rheinländer aktuell eine Serie von 12 Spielen ohne Niederlage zu bieten. „Das ist eine junge, hochtalentierte, hungrige und schnelle Mannschaft, die viel Phantasie hat“, so Heynckes: “Ich erwarte einen Auftakt, der es in sich hat, prickelnd und schwierig“.

Wenn man auf die letzten Spiele blickt, wird aber auch schnell klar, dass die BayArena nicht der liebste Spielort der Leverkusener ist. In den letzten 8 Spielen gab es nur einen einzigen Sieg, dafür aber zwei Niederlagen und gleich fünf Remis. Eine solche Statistik haben die Bayern bei keinem anderen Verein der Bundesliga vorzuweisen. Die letzten beiden Duelle in Leverkusen endeten beide mit einem 0:0, was Bayer morgen sicherlich auch unterschreiben würde. Sollte den Bayern wieder kein Treffer gelingen, wäre das ein Vereinsnegativrekord, mit vier Auswärtsspiele hintereinander ohne Tor. Das gab es zuvor in der Liga nur von 2001 bis 2004 in Gladbach sowie von 1975 bis 1978 in Köln. Diese Zahlen interessieren Heynckes allerdings reichlich wenig. „Wir sind bereit. Ich finde, dass wir uns gut vorbereitet haben“, so der Coach, der auch das eher mäßige 5:3 in einem Testspiel gegen Drittligist Großaspach nicht zu wichtig nimmt: „Morgen sehen wir eine andere Mannschaft mit einer anderen Einstellung.“

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