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Bremen: Kohfeldt bleibt auf dem Boden

Die Bremer haben in den letzten Wochen erstaunlich gute Leistungen gezeigt. Das hängt natürlich zu großen Teilen auch am neuen Trainer Florian Kohfeldt. Dieser weiß aber auch, dass er Teile des Erfolgs auch der Arbeit von seinem Vorgänger Alexander Nouri zu verdanken hat. „Ich habe eine topfitte Mannschaft übernommen, da brauche ich mich nicht mit fremden Federn zu schmücken.“ Des Weiteren hatte er auch noch ein paar warme Worte für Robert Bauer übrig, der nach seinem Abstieg zum Reservisten in den letzten Wochen in die Kritik geraten ist.

Die Bremer konnten am letzten Wochenende unter anderem mit einer überragenden Laufleistung von 125 Kilometern überzeugen. Das war ligaweit in dieser Saison der zweitbeste Wert. Unter dem neuen Übungsleiter Kohfeldt laufen die Grün-Weißen im Schnitt rund 6 Kilometer pro Partie mehr. „Dass die physischen Grundlagen dafür natürlich schon im Sommer gelegt wurden“, stellte Kohfeldt nun ausdrücklich heraus und lobte damit indirekt seinen Vorgänger Alexander Nouri, ohne dessen Namen speziell zu nennen: „Den sehr guten körperlichen Zustand auf mich zu beziehen, wäre verwegen.“

Derweil geht der 35-Jährige davon aus, dass die bessere Spielanlage der Bremer mehr mit der veränderten Spielweise als mit der gestiegenen Motivation zu tun hat: „Wir legen Wert darauf, hoch zu verteidigen. Damit wird das Laufpensum speziell für die Innenverteidiger größer. So hat beispielsweise Niklas Moisander zuletzt auch über 11 Kilometer zurückgelegt. Dass sich das dann auf die Gesamtlaufleistung niederschlägt, ist logisch“, so Kohfeldt. Die Bremer stehen zwar noch immer auf dem 17. Platz in der Tabelle, doch nach 2 Siegen in Folge sieht die Situation an der Weser gleich schon wieder viel freundlicher aus. Mut machen nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Art und Weise, wie diese zustande gekommen sind.

Die Komplimente häufen sich, doch der neue Coach will sich nun weiter auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren. Dazu zählt unter anderem auch, dass er einige seiner Schützlinge aus der Schusslinie holt, die zuletzt keine überzeugenden Leistungen gebracht haben. Speziell ging es dabei um Robert Bauer, der unter Nouri noch Stammkraft war und seit dem Trainerwechsel kaum mehr eine Rolle spielt. Beobachten wollen nun schon erkannt haben, dass der Kicker sich hängen lässt, wovon sein Trainer allerdings nichts wissen wollte: „Robert ist nicht bockig und zieht sich zurück. Er versucht, seine Leistung zu bringen, und das ist genau der richtige Weg. Zwar ist er natürlich sauer, dass er nicht spielt. Aber das muss er ja auch sein“. Bleibt abzuwarten, ob die Bremer die aktuelle Form aufrecht erhalten können, oder ob es nach diesen Erfolgen noch vor dem Jahreswechsel das nächste böse Erwachen gibt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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