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Leverkusen: Pohjanpalo will weg

Der Statistik zufolge trifft Joel Phjanpalo alle 33 Minuten, wenn er in der Liga zum Einsatz kommt. Der Haken an der Geschichte ist schnell erklärt, denn der Finne spielt einfach viel zu selten. Kein Wunder, dass sich der Mittelstürmer im Winter eine neue Herausforderung suchen möchte. Seinen Wechselwunsch hat er der Vereinsführung der Leverkusener schon mitgeteilt.

Beim 1:1 gegen die Dortmunder saß der Finne über die kompletten 90 Minuten auf der Bank, wie es schon in den vorangegangenen 4 Spielen in der Liga der Fall war. Zuletzt durfte er am 9. Spieltag beim 5:1 gegen Gladbach mitmischen, doch auch da waren es nur 12 Minuten, in denen er einen Treffer markieren konnte. Auf 4 Kurzeinsätze bringt er es in dieser Saison. Er hat zwar den Ruf eines erstklassigen Jokers, doch der kann auch erst knipsen, wenn er eingesetzt wird. Unter anderem könnten sich die Leverkusener am SC Freiburg und Nils Petersen ein Vorbild nehmen, doch das kann in diesem Winter schon wieder Geschichte sein.

Das sieht der Stürmer selbst natürlich auch so: „Meine Situation ist nicht ideal, ich habe nicht so viel Spielzeit. Ich möchte mehr spielen und habe dem Klub gesagt, das passt nicht, und dass wir im Winter sehen müssen, was wir machen“, so der Nationalspieler nach dem Dortmund-Spiel gegenüber dem kicker. Natürlich will er sich jetzt noch bis zur Winterpause voll auf die Werkself konzentrieren. “Jetzt ist alle Konzentration bis Weihnachten hier, bis alle Spiele gespielt sind“, so Pohjanpalo, der seine Lage selbst ganz nüchtern bewertet: „Wir spielen nur mit einem Stürmer und Lucas Alario sitzt auch nur auf der Bank“, so der Rechtsfüßer, der weiß, dass sein Trainer Heiko Herrlich im Moment wenig Anlass zum Wechseln hat: „Die Mannschaft hat neun Spiele nicht verloren und Kevin macht es vorne super.“

Kevin Volland und 19-Millionen-Euro-Mann Alario sind derzeit gesetzt. Pohjanpalo hat seine Torjäger-Qualitäten mit sieben Treffern in insgesamt 15 Bundesligaeinsätzen in eineinhalb Jahren unter Beweis gestellt und hat aktuell nicht mal einen Groll gegen seine Reservistenrolle. Vielmehr zeigte er sich als erstklassiger Teamspieler, der für seine persönliche Karriere aber anderes geplant hat. „Wir spielen viel besser als vergangene Saison. Das freut mich. Und Kevin ist ein richtig guter Freund von mir, er hat jetzt sein neuntes Tor gemacht. Das ist sehr, sehr schön“, so der Finne, „aber natürlich muss ich an meine Karriere denken. Nach dem Pokalspiel gegen Gladbach müssen wir uns hinsetzen und schauen, was wir machen. Ich muss mehr spielen. Deutschland oder England – das sind meine beiden Lieblingsligen.“

Ob Bayer seinen Wechselwunsch erfüllen will, bleibt derweil noch abzuwarten. Für den Fall, dass Herrlich auf zwei Angreifer setzen würde, wäre Pohjanpalo die erste Alternative. Dementsprechend könnte es schon zu einem kleinen Engpass kommen, wenn der Finne nicht mehr im Kader wäre: „Wir können verstehen, dass sich der eine oder andere Spieler Gedanken macht. Das heißt aber nicht, dass es da auch automatisch eine Lösung geben wird.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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