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Frankfurt: Mit oder ohne Hasebe?

Bei den Frankfurtern kann man aktuell davon ausgehen, dass Trainer Niko Kovac im Spiel gegen die Berliner keine großen Änderungen vornehmen wird. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Ersatzspieler in letzter Zeit nicht wirklich aufdrängen konnten. Lediglich Makoto Hasebe könnte die Hessen wieder verstärken, allerdings hat der Japaner noch immer mit Knieproblemen zu kämpfen.

Hasebe hat sich vor gut 8 Monaten einer OP unterzogen und bisher seine Knieprobleme noch immer nicht vollständig überwinden können. Immer wieder meldet sich das ledierte Gelenk zu Wort. „Manchmal ist mein Knie ganz gut, dann wieder nicht. Der Arzt weiß nicht genau, woher die Schmerzen kommen, aber er versucht alles. Ich werde jeden Tag von unseren Physiotherapeuten behandelt“, so der 33-Jährige am Donnerstag in einem Interview: „Für die Spiele nehme ich Tabletten, dadurch ist der Schmerz fast weg. Aber ich kann ja nicht jeden Tag Schmerztabletten nehmen.“ Kein Wunder, dass man bei den Frankfurtern das Risiko genau einschätzen muss, denn ein erneuter Ausfall könnte auf die komplette Saison schwere Auswirkungen haben.

Als zentraler Verteidiger gibt Hasebe den Hessen sehr oft die nötige Stabilität, kann mit seinem Eröffnungsspiel aber auch nach vorne immer wieder gute Impulse setzen. Das weiß natürlich auch sein Trainer Niko Kovac zu schätzen: „Makoto hat letztes Jahr bewiesen, wie wichtig er nicht nur für uns ist, sondern auch für die japanischer Nationalmannschaft“, so der Trainer auf der gestrigen Pressekonferenz: „Ich sehe im Training, ob jemand rund läuft oder etwas weniger rund läuft. Ich muss Rücksicht auf ihn und auf die anderen nehmen. Wenn einer nicht 100-prozentig fit ist, dann ist das auch dem Rest der Mannschaft gegenüber nicht ganz fair.“

Dieses Argument kann man allerdings nicht komplett so gelten lassen, denn ein Kevin-Prince Boateng ist ebenfalls noch nicht bei 100%, ist aber aufgrund seiner individuellen Klasse trotzdem in der Mannschaft. Für Hasebe würde wohl ebenfalls gelten, dass er mit 90% besser ist, als einige seiner Kollegen. Die Frage nach dem Risiko für das Knie ist damit aber noch immer nicht geklärt, was letztendlich Hasebe selbst in Kombination mit seinem Trainer entscheiden muss. „Diese Woche hat er keine Schmerztabletten benutzt, sodass das schon in die richtige Richtung geht. Es geht stetig bergauf“, berichtete der Coach, der weiß, was er am Japaner hat: „Makoto ist im Kopf sehr klar. Natürlich möchte jeder Spieler spielen, aber er sagt ehrlich, dass er noch etwas spürt – wissend, dass ich als Trainer reagieren werde. Das ehrt ihn, das zeigt seine Persönlichkeit und seinen Charakter.“ Sollte Kovac sich dazu entscheiden, Hasebe in Berlin zu bringen, würde Carlos Salcedo wohl wieder auf der Bank Platz nehmen müssen. Der Japaner würde sich wieder in die zentrale Position der Dreierkette schieben, während David Abraham auf die rechte Seite rotieren würde.

Fakt ist, dass Kovac mit Hasebe einen Allrounder im Kader hat, der ebenso auf der 6 oder der 8 zum Einsatz kommen könnte. An der grundsätzlichen Ausrichtung der Adler wird sich im Vergleich zur Partie gegen Leverkusen aber wohl nichts ändern. Kovac spiegelt im Mittelfeld mit seiner Taktik immer gerne die Aufstellung des Gegners. So hat Hoffenheim beispielsweise mit einem Sechser und zwei Achtern gespielt, was zur Folge hatte, dass die Hessen mit Doppelsechs und einer Zehn spielten. Wie es auch kommen wird, mit einem Dreier könnten die Frankfurter sich schon wieder Richtung Europa orientieren.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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