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Bayern: Kommt Wagner?

Bei den Bayern wird schon lange darüber diskutiert, ob man einen Back-Up für Robert Lewandowski braucht. Was passiert, wenn der Pole sich über einen längeren Zeitraum verletzt? Jetzt kam heraus, dass sich der Rekordmeister um eine Verpflichtung von Hoffenheims Sandro Wagner bemüht. Kurz vor der Partie gegen den FC Augsburg an diesem Wochenende äußerte sich nun auch Trainer Jupp Heynckes erstmals über diese Personalie.

Natürlich würde Jupp Heynckes nicht ablehnen, wenn die Bayern einen Ersatz für Robert Lewandowski in Form von Sandro Wagner an Land ziehen würden. Zuletzt äußerte Jupp aber berechtigte Zweifel daran, ob man in der Winterpause einen Topstürmer finden kann, der sich ohne zu Murren hinter dem Polen ins zweite Glied einordnen lassen würde. Wagner hat mittlerweile aber schon in Hoffenheim um seine Freigabe gebeten, also könnte es ganz schnell gehen, oder vielleicht doch nicht? „Sie müssen sich ein wenig gedulden. Wenn man Interesse an einem Spieler hat, der unter Vertrag steht, dann geht man erst einmal den direkten Weg an den Verein. Es wird miteinander gesprochen und das ist passiert. Hasan Salihamidzic hat mit Alexander Rosen gesprochen, um zu eruieren, ob eine solche Möglichkeit überhaupt bestünde. Denn das ist ein wichtiger Spieler für Hoffenheim, Nationalspieler“, so Heynckes, der allgemein eher skeptisch ist: „Normalerweise sind solche Transfers im Winter wahnsinnig schwierig.“

Zumindest nach außen hin wollte der Coach sich nicht darüber äußern, was er generell von Wagner hält: “Intern habe ich meine Meinung über den Spieler gesagt, um das extern zu machen ist es zu früh. Erst mal müssen die Dinge geklärt werden, ob sowas möglich ist. Wagner hat sich sehr gut entwickelt“, so Heynckes. Fakt ist, dass sich sowohl der Verein als auch der Spieler schon über einen Wechsel einig sind, sodass es nun nur noch von der Vereinsführung der Hoffenheimer abhängt, ob sie Wagner ziehen lassen oder nicht. Vorher gibt es allerdings noch einige andere Aufgaben zu erfüllen, denn erst in 33 Tagen beschließen die Bayern das Jahr 2017. Ganze 9 Partien gilt es bis dahin noch zu absolvieren. Viel Arbeit, was neben dem Trainer natürlich auch die Spieler wissen. „Robert Lewandowski hat kein Spiel absolviert. Er ist sehr vorsichtig gewesen, hat den Trainer gebeten, ihn nicht einzusetzen. Daran sehen Sie, dass die Spieler das Interesse haben, wieder einsatzfähig zurückzukehren. Bei James war das Gleiche. Er hat mit Trainer Pekerman gesprochen und ihn gebeten, nur ein Spiel zu machen und ist dann frühzeitig zurückzukommen. Das sind alles gute Zeichen. Auch Kimmich hat nur ein Spiel gespielt, Hummels anderthalb. Das ist auch von Vorteil, denn unsere Spieler sind sehr strapaziert“, berichtete Heynckes durchaus zufrieden.

Ob Thomas Müller nach seiner Verletzung wieder im Kader stehen wird, ließ Heynckes derweil offen: „Ich bin ein Trainer, der immer sehr vorsichtig mit den verletzten Spielern ist. Die Spieler müssen eine gewisse Zeit belastet werden. Deshalb nehme ich Thomas nicht mit ins Trainingslager. Ich möchte, dass er einige Tage oder vielleicht eine Woche das Training komplettiert. Das heißt, dass er die Drehzahl erhöht, voll trainiert, um kein Risiko einzugehen.“ Auch Thiago wird aufgrund einer Knieprellung nicht gegen die Fuggerstädter antreten können. Deutlich besser sieht es hingegen bei Jerome Boateng, David Alaba und Juan Bernat aus, die alle wohl wieder zum Kader gehören werden. Auch für Franck Ribery rückt ein mögliches Comeback immer näher: “Bei Ribery sieht es sehr gut aus. Er hat überhaupt keine Probleme mehr. Ich schätze, dass er in zwei Wochen ins volle Mannschaftstraining einsteigen kann“, so Heynckes, der davon ausgeht, dass ein Comeback schon im Dezember stattfinden wird.

In der kommenden Woche steht dann das nächste Spiel in der Champions League gegen den RSC Anderlecht an. Die Bayern werden nach dem Spiel direkt aus Brüssel nach Westdeutschland reisen, um sich auf das Spiel gegen Gladbach am Samstagabend vorzubereiten. „So ersparen wir uns Reisestrapazen. Und können die Zeit nutzen für Regeneration und Training“, so Heynckes.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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