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Bayern: Hummels und Nagelsmann

Bei den Bayern ist einige Zeit nach der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt. Viele sehen dafür in erster Linie die Verpflichtung von Jupp Heynckes als Grund. Das wurde nun auch von Mats Hummels bestätigt, der sich derweil nicht über das Thema Thomas Tuchel äußern wollte. Vielmehr sprach er allerdings darüber, dass er bei der Personalie Julian Nagelsmann hin- und hergerissen sei. 

Die Trainerfrage ist bei den Bayern schon länger präsent. Durch die Rückholaktion von Jupp Heynckes hat man sich nun immerhin wieder etwas mehr Zeit verschafft. Weiterhin sind die Namne Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann noch nicht vom Tisch. Tuchel ist ehemaliger Coach der Dortmunder und derzeit vereinslos. Sein ehemaliger Schützling Mats Hummels wollte sich dazu nicht weiter äußern um womöglich die Gerüchte noch weiter voranzutreiben. „Das würde ich dann kommentieren, wenn es so weit kommt“, so Hummels: „Ich habe mit der Bayern-Führung darüber schon mal gesprochen vor ein paar Wochen, als es um die Ancelotti-Nachfolge ging.“ Mit Tuchel arbeitete der Innenverteidiger in seiner letzten Saison beim BVB zusammen, bevor es ihn zu den Bayern zog.

Bei Nagelsmann zeigt sich Hummels „hin- und hergerissen“, traut es dem 30-jährigen Youngster aber durchaus zu auch die Bayern erfolgreich zu trainieren: „Er ist nur zwei Jahre älter als ich. Aber ich halte es nicht für unmöglich“, so der 28-Jährige. Fachlich gibt es bei Nagelsmann keine Zweifel, allerdings fehlen dem Neuling, der seit 2016 die TSG 1899 Hoffenheim trainiert, die Erfahrung, was sich in erster Linie auf dem internationalen Parkett bemerkbar machen könnte. „Der Trend geht ja gerade zu Taktik-Füchsen, die vier oder fünf Systeme spielen lassen“, weiß Hummels: „Ich bin auf jeden Fall Fan davon, einer deutschen Mannschaft einen deutschsprachigen Trainer zu geben.“

Das ist offensichtlich auch das größte Problem mit Ancelotti gewesen. Öffentlich wurde natürlich immer kommuniziert, dass alle Spieler und Verantwortlichen sehr gut mit dem Coach klargekommen sind, allerdings sah das in der Realität wohl etwas anders aus. Die Frage ist nur, warum es nicht geklappt hat. „Wir haben uns das auch gefragt“, so Hummels: „Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, die Ancelotti kannten und jeder ist voll des Lobes gewesen. Die Sprache ist für Ancelotti eine ganz wichtige Essenz seines Trainerdaseins, er konnte das sprachlich nicht so aufbauen, wie er es bei seinen vorherigen Klubs gewohnt war.“

Jupp Heynckes hat in der kurzen Zeit bei den Bayern wieder mehr Stabilität ins Spiel des Rekordmeisters gebracht. Zuletzt konnten die Münchner 7 Pflichtspiele in Folge gewinnen. Kein Wunder, dass sich nun alle Beteiligten durchweg positiv über den neuen Übungsleiter äußern. „Die Disziplin. Die klare Struktur, die er vorgibt. Das sind Sachen, die den Jungs sehr guttun“, begründet Hummels: „Er hat definitiv einen neuen Teamgeist reingebracht.“

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