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Freiburg: Haberer muss liefern

Eigentlich hätte er der Held des Tages werden können. Janik Haberer konnte am Sonntag sein erstes Saisontor für den SC Freiburg erzielen, für einen Sieg gegen die Hertha aus Berlin reichte es am Ende aber doch nicht. Unter anderem lag es daran, dass der SC in der Schlussphase gleich zwei Elfmeter zugelassen hat, aber auch die Offensive hätte durchaus den einen oder anderen Treffer mehr markieren können. Haberer hatte dabei wohl mit abstand die beste Gelegenheit. 

Es war die 34. Spielminute, als die Freiburger einen sehenswerten Angriff ans Tageslicht brachten. Christian Günter konnte Haberer in der Berliner Hälfte bedienen, der wiederum Marco Terrazzino steil schickte. Dieser ließ Niklas Stark stehen und legte den Ball dann bestens auf den mitgelaufenen Haberer ab. Der Flachschuss des Torschützen wurde dann aber noch von Karim Rekik per Grätsche über das Tor gelenkt. Schon da hätte es eigentlich 1:0 für Freiburg stehen müssen. „Ich wollte in die lange Ecke schießen, aber da kam noch der Verteidiger dazwischen“, so Haberer, der dann kurz nach Pause seinen ersten Treffer per Elfmeter verwandelte.

Nach dem Spiel wollte er seinen eigenen Treffer natürlich nicht hervorheben, zumal man am Ende auch noch einen verdienten Sieg aus der Hand gegeben hat. „Wenn man das Spiel in den letzten 20 Minuten aus der Hand gibt, ist es klar, dass man sich nicht über den Punkt freut. Wir müssen analysieren, warum wir uns haben zurückdrängen lassen“, so Haberer, der sich aber dennoch über seinen persönlichen Erfolg äußerte: „Das Tor ist eine schöne Randnotiz. Ich habe mir aber keinen Druck gemacht, wusste, dass ich irgendwann wieder knipsen werde. Für mich war wichtig, dass ich nach langer Zeit mal wieder einige Torchancen bekommen habe und gefährlich wurde im Strafraum. Klar ist es bitter, dass ich sie nicht gemacht habe.“

Gerne hätte er mindestens noch einen nachgelegt, denn auch nach der Führung gab es Chancen. Nachdem Berlins Keeper Rune Jarstein einen Schuss von Mike Frantz nur nach vorne abprallen lassen konnte, war Haberer zwar zur Stelle, konnte die Pille aber nicht im Kasten unterbringen. „Der Platz zwischen ihm und mir war nicht so groß. Ich habe versucht, ihn irgendwie vorbeizudrücken. Er macht sich groß. Der kann reingehen, muss aber nicht“, so der U21-Europameister, der sich in Sachen Effizienz noch steigern muss. Bisher bringt er es in 32 Toren nur auf 3 Tore und 4 Assists.

Ob er nun unter der Woche im Pokal ran darf, bleibt weiter abzuarten. Am Mittwoch geht es gegen die starken Dresdener. Der 23-Jährige kann auf eine Verschnaufpause gut verzichten: „Wir sind alle fit und können eine englische Woche durchziehen“, so Haberer, der zumindest für das nächste Ligaspiel am kommenden Sonntag gegen Stuttgart wieder gesetzt sein dürfte: „Wir gehen jedes Spiel so an, dass wir gewinnen wollen. Das wird auch in Stuttgart so sein.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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