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HSV: Gisdol hadert

Markus Gisdol hat auch am Tag danach noch immer kein Verständnis für die Entscheidung von Schiedsrichter Marco Fritz. Der coach hat sich die Situation rund um seinen Schützling Gideon Jung mehrfach angesehen und kann die harte Entscheidung weiter nicht nachvollziehen. „Ich finde nach wie vor, dass Gelb ausgereicht hätte und die Rote Karte eine zu harte Entscheidung war.“

Es geht dabei konkret um die rote Karte für Jung nach einem Foul an Coman, allerdings auch um den übertriebenen „Platzstrurm“ der Bayern-Verantwortlichen nach der Aktion, als alle auf den Platz gingen und eine rote Karte forderten. „Die Reaktion der geschlossenen Bayern-Bank fand ich ein bisschen übertrieben. So etwas beeinflusst auch“, so Gisdol, der aber auch nicht die beste Argumentation an den Tag gelegt hat: „Dass so viele Leute über diesen Platzverweis diskutieren, zeigt doch, dass Gelb auch okay gewesen wäre. Wenn ich das mit Gelb geahndete Foul vom Dortmunder Bartra am gleichen Spieltag in Frankfurt sehe, dann stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht.“

Fakt ist, dass die Hamburger gut gespielt haben, der Platzverweis aber auch berechtigt war. Danach war es für die Hanseaten natürlich noch schwerer, die Münchner vom eigenen Tor fernzuhalten. „Dass Gideon jetzt erstmal gesperrt fehlt, trifft uns richtig“, so Sportchef Jens Todt, „das ist eigentlich die schlechteste Nachricht.“ Auch Gisdol weiß den Youngster zu schätzen: „Er ist auf dem Weg ein richtig guter Spieler zu werden, reift bei uns grad zur Führungsperson.“ Der 23-Jährige hat mittlerweile den Status eines Führungsspielers bei den Hanseaten, was für ihn natürlich gut ist, gleichzeitig aber auch die Struktur des Kaders in Hamburg beschreibt.

Die Hamburger taumeln weiter vor sich her, was unter anderem daran liegt, dass eigentliche Leistungsträger ihre Leistungen nicht abrufen können. Unter anderem geht es dabei um Mergim Mavraj und Bobby Wood. Mavraj machte in der Dreierkette zwar über weite Strecken eie gute Partie, war dann aber auch maßgeblich am 0:1 der Bayern beteiligt: „Das Tor muss ich auf meine Kappe nehmen“, so der Innenverteidiger. Wood hatte im Spiel gegen die Bayern nicht viel zu lachen, weil die Münchner bereits sehr früh pressten. Während André Hahn und Aaron Hunt aus dieser Rolle das Optimale machten, blieb Wood komplett ohne gefährliche Aktion: „Bobby braucht Vertrauen“, sagt Gisdol. Seit seinem Transfer konnte der Angreifer aber noch nie dauerhaft zeigen, dass die Hoffnungen in ihn gerechtfertigt sind. Bleibt abzuwarten, ob sich das im Laufe der Saison noch zum positiven wenden wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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Eine Antwort zu "HSV: Gisdol hadert"

  1. Karl sagt:

    „u.a.: der Platzverweis aber auch berechtigt war.“

    Stimmt, aber für eine gleiche Situation (Foul Tolisso an
    Diekmeier) gab es nur Gelb.
    Mmmh?

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