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Augsburg Opare im Glück

Seit der Weltmeisterschaft 2014 wurde Daniel Opare nicht mehr für die Nationalmannschaft Ghanas nominiert, doch jetzt hat es wieder geklappt. Der Augsburger wurde nach starken Auftritten für den FCA wieder zu den Black Stars gerufen. Der Rechtsverteidiger konnte in dieser Saison auf ganzer Linie überzeugen und es damit einer der Erfolgsgaranten nach dem starken Start der Fuggerstädter.

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Daniel Opare mit einer sensationellen Grätsche am Start war. Aus dem Sprint heraus ging er mit vollem Risiko in ein Tackling gegen Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang und konnte den Stürmer damit fair vom Ball trennen. Wäre Opare nur einen Tick später gekommen, hätte er den Gabuner wohl voll erwischt und wäre zumindest mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. So aber bekam er Applaus, obwohl der FCA kurze Zeit später als Verlierer vom Platz gehen musste. „Ich war alleine gegen drei und hatte keine andere Option. Ich wollte nur meinen Job als Abwehrspieler machen und den Ball klären. Ich habe das Risiko in Kauf genommen“, so der Verteidiger nach dem Spiel am vergangenen Samstag.

Die Situation steht mehr oder weniger sinnbildlich für die Leistungen des 26-Jährigen in dieser Saison. Früher spielte er oft etwas leichtsinnig und unbedacht, doch aktuell verteidigt er konsequent und diszipliniert, was ihm seit dem 3. Spieltag einen Platz in der Startelf der Augsburger beschert hat. Der Notenschnitt von 3,20 kann sich zu diesem Zeitpunkt der Saison durchaus sehen lassen. Der Lohn dafür folgte prompt, denn erstmals seit der WM in Brasilien wurde er wieder für die Nationalmannschaft Ghanas nominiert. Das Team von Kwesi Appiah tritt am 7. Oktober in der WM-Qualifikation gegen Uganda und am 10. Oktober in einem Freundschaftsspiel in Saudi-Arabien an. „Ich bin sehr glücklich. Das ist mein Land, ich will mein Bestes geben“, so Opare, der auch eine Erklärung für seine positive Entwicklung parat hat: „Wenn du Woche für Woche spielst, wächst dein Selbstvertrauen. Dann kannst du mehr geben, mehr machen. Ich setze mir keine Limits, sondern versuche mich zu pushen, um das Beste zu geben.“

Auch Augsburgs Manager Stefan Reuter ist davon überzeugt, dass sich sein Schützling die erneute Reise zur Nationalmannschaft verdient hat. „Er spielt seit Wochen überragend, hat auch gegen Dortmund ein starkes Spiel gemacht. Er hat sich unglaublich gefreut. Das macht ihn sehr stolz und gibt ihm Selbstbewusstsein. Wichtig ist aber auch, dass ein Spieler mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt. Wir sind gut beraten, auf jeden ein bisschen aufzupassen.“ Da trifft es sich natürlich gut, dass Reuter sehr gute Kontakte zum Trainerstab der ghanaischen Nationalelf hat. Mit Co-Trainer Ibrahim Tanko spielte er früher zusammen bei den Dortmundern. „Der wird auch auf Daniel aufpassen“, so Reuter mit einem Grinsen im Gesicht. Opare versichert, dass das überhaupt nicht nötig ist: „Ich bin Profi und muss mich konzentrieren, hart arbeiten, mehr lernen und mein Spiel verbessern. Ich mache das Schritt für Schritt.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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