0

Wolfsburg: Die Misere Arnold

Bei den Wolfsburgern ist die Karriere von Maximilian Arnold zuletzt etwas ins Stocken geraten. Der Mittelfeldspieler fand sich zum Ende der letzten Saison und auch zur neuen Saison meist auf der Bank und wurde trotz der U21-Europameisterschaft als Kapitän keinen Anklang bei seinem Trainer Jonker. Dieser erklärte nun, warum Arnold bei ihm kaum zum Zug kommt und äußerte gleich ein großes Ziel für den 23-Jährigen: Die WM in Russland.

Bei den Wolfsburgern werden sie emotional, wenn das Thema Maxi Arnold aufkommt. Die Fans sind komplett auf der Seite des Eigengewächses, denn immerhin ist er eins der wenigen Gesichter, das nach den zahlreichen Umbrüchen der letzten Jahre noch immer an Bord ist. Natürlich hält auch sein Trainer Andries Jonker viel vom 23-Jährigen, was sich zuletzt aber nicht mit Einsätzen gezeigt hat. Unter anderem berücksichtigte er Arnold auch nicht bei der Auswahl der drei Kapitäne beim VfL, obwohl der Sechser bei der U21 als Kapitän den Europameistertitel errungen und damit beste Führungsqualitäten bewiesen hat.

Doch warum hat Arnold im Verein diesen Stand? „Jetzt war er ein Spieler mit Schwierigkeiten, nicht mehr so wie vor drei, vier Jahren. Ich habe ihn nicht mehr aufgestellt, weil ich seine Leistungen zu dünn fand“, so Jonker klipp und klar. Derweil blüht Arnold bei der U21 richtig auf, weshalb Jonker mit Nationaltrainer Stefan Kuntz über ihn sprach: „In dieser Mannschaft ist Maximilian ein gestandener Spieler“, so der VfL-Coach: „Er ist im Turnier gewachsen, hat die Steine abgelegt.“ Bei den Wölfen hat es trotzdem nicht für die Stammformation gereicht. Nach seinem verlängerten Urlaub nach der EM fand er sich zumeist wieder nur auf der Bank sitzend: „Das Umfeld meint, dass er sofort wieder in der Mannschaft sein muss. Aber ich glaube, ich entscheide besser als Fans und Presse. Da habe ich eigensinnig entschieden“, so Jonker.

Jonker will Arnold langsam aufbauen und berief in immerhin am 2. Spieltag für die Partie gegen Frankfurt (1:0) und auch beim 1:1 gegen Hannover wieder in die Startelf. „Er hat mir gezeigt, dass er wieder da ist. Das hat mich wahnsinnig gefreut. Jetzt ist er ein Spieler mit viel größerem Wert für die Mannschaft. Das ist wichtiger als das Kapitänsamt. Es ist wichtig, dass Maximilians Karriere wieder ins Laufen kommt“, so Jonkers Anliegen, mit dem er auch betonen wollte, dass er bei seinem Potenzial nach oben hin keine Grenze sieht: „Er sollte hohe Ansprüche an sich selbst haben. Ich weiß, dass es viel Konkurrenz gibt in Deutschland, aber er soll nicht davor weglaufen, er soll versuchen, im Sommer dabei zu sein, das würde mich wahnsinnig freuen. Sein Ziel sollte sein, irgendwo wieder mit einem Pokal in der Hand zu stehen und dass er wieder der überragende Spieler wird, der er war.“

Das ist mit Sicherheit auch Arnolds Ziel, der aber selbst die WM zumindest nach außen hin noch nicht als Ziel formuliert hat. Auf eine Frage des Kickers antwortete er diesbezüglich vor Kurzem: „Nein, überhaupt gar nicht. Die Nationalmannschaft ist so gut besetzt, da ist es wahnsinnig schwer, reinzukommen.“ Kein Wunder, denn die aktuelle Konkurrenz auf seiner Position heißt unter anderem Toni Kroos, Sami Khedira, Leon Goretzka, Ilkay Gündogan, Sebastian Rudy, Julian Weigl und Emre Can. Aufgeben sollte er sich aber dennoch nicht, denn immerhin ist es noch fast ein ganzes Jahr bis zur WM in Russland.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2017 Soccer-Fans.de. All rights reserved.