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Dortmund: Luxusproblem oder Gefahrenquelle?

Zum Ende der Transferperiode änderte sich bei den Dortmundern zumindest an der Kadergröße nichts mehr. Ousmane Dembelé, Felix Passlack und Emre Mor verließen den Verein noch kurzfristig, doch dafür könnte man mit Andrey Yarmolenko, Jeremy Toljan und Jadon Sancho auch noch 3 Neuzugänge präsentieren. Bei dieser Breite des Kader word Trainer Peter Bosz wohl nun in jeder Woche die eine oder andere Hoffnung zerstören müssen.

„Zu klein“, so Sportdirektor Michael Zorc nach der Rückkehr von der Asien-Reise, „zu klein ist unser Kader sicher nicht.“ Eigentlich wollte man zum Ende des Transferfensters noch den einen oder anderen Profi abgeben. Für Neven Subotic und Joo-Ho Park fanden keinen neuen Verein und auch der Wechsel von Erik Durm zum VfB Stuttgart platzte. Trainer Peter Bosz gehört zu der Gattung Trainer, der seine Stammformation eher selten verändert, doch nun stehen auch für die Schwarz-Gelben drei schwere Wochen mit 7 Spielen binnen 22 Tagen an. Diese Phase kann der neue Trainer durchaus nutzen, um den einen oder anderen Kicker bei Laune zu halten, der sich im Moment nicht zufrieden gibt.

„Unser Kader ist groß und gut“, so Bosz, „eine Spitzenmannschaft muss so einen Kader haben. Wir werden alle Spieler brauchen.“ Bedenken muss man bei einer Kaderbetrachtung auch die vielen Verletzungen (Reus, Guerreiro, Durm, Rode, Schürrle), sodass man trotz der Quantität und Qualität aktuell nicht von einem Luxusproblem im Kader sprechen kann: „Das wird später nicht einfach sein“, so Bosz, der aber schon wusse, was da auf ihn zukommen wird, wenn er in den nächsten Wochen immer wieder Spieler enttäuschen muss: „Damit müssen wir Trainer umgehen.“

Eigentlich hat der Coach mit seinem 4-3-3 ein bevorzugtes System, doch schon bei der Spieltagspressekonferenz am Freitag deutete er an, dass er hier zu Änderungen kommen könnte. So geht es dabei unter anderem um die strategisch wichtige Position des Sechsers vor der Abwehr. Eigentlich ist Bosz ein Fan von einem Sechser, doch nach der Genesung von Julian Weigl schließt der Coach nun eine Doppelbesetzung zusammen mit Nuri Sahin nicht aus. „Es ist immer möglich, dass beide zusammen in der Herzkammer des Mittelfeldes eingesetzt werden. Auf einer Doppel-Sechs, vor der dann nur ein Zehner operieren würde“, so der Trainer. Schlauer sind wir dann aber wohl erst heute Nachmittag, obwohl davon auszugehen ist, dass Bosz an seinem System mit einem Sechser und zwei Spielern in den Halbräumen festhalten wird. Letztendlich kommt es aber nicht auf das taktische System, sondern nur auf das Ergebnis an: „Für ein gutes Resultat müssen alle top sein.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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