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Dortmund: Sahin im Aufwind

Erst den Geburtstag gefeiert und dann auch noch sein Comeback gegeben und gleich den Sieg eingefahren. Bei Nuri Sahin läuft es im Moment richtig rund. Der Mittelfeldspieler kam jetzt mit einer extrem breiten Brust zurück zu den Dortmundern und muss sich nun auf ein Stammplatz-Duell mit Julian Weigl einstellen. 

Nach zwei nicht gerade einfachen Jahren in Dortmund, in denen er immer wieder mit Verletzungen aber auch mit dem Trainer zu kämpfen hatte, scheint Sahin nun wieder gefragter denn je zu sein. Bisher absolvierte der Sechser alle vier Pflichtspiele der Saison von Beginn an und wurde nur beim 4:0 Sieg im Pokal über den FC Rielarsingen-Arlen vorzeitig vom Platz genommen. Beim 2:0 über die Berliner konnte er zuletzt als Torschütze und Vorbereiter überzeugen. Das Selbstvertrauen ist merklich zurückgekehrt und so können sich die Dortmunder in dieser Saison noch viel von ihrem Routinier erhoffen.

Seit Dienstag ist das auch in der türkische Nationalmannschaft wieder der Fall. Der neue Nationaltrainer Mircea Lucescu musste auf die Leistung vom 0:2 gegen die Ukraine reagieren und brachte Sahin prompt an seinem 29. Geburtstag von Beginn an gegen die Kroaten. Das letzte Mal stand er vor genau einem Jahr für die Türken im Kader, wurde aber bei einem 1:1-Testspiel nicht eingewechselt. Sein letztes Spiel bestritt er am 17. Juni 2016 beim 0:3 gegen Spanien bei der EM in Frankreich. Am Ende konnte Sahin mit seiner Elf den Spitzenreiter der WM-Qualifikationsgruppe I mit 1:0 bezwingen. Damit sind die Chancen auf eine Teilnahme an der Endrunde in Russland noch am leben. Mit 14 Punkten ist man derzeit punktlgiech mit den Ukrainern auf dem 3. Rang hinter Kroatien und Island.

„Das schönste Geschenk zu meinem Geburtstag war der Sieg“, so Sahin am Mittwochmorgen auf seiner Facebook-Seite, „in den nächsten Spielen werden wir unser Bestes geben, um unser Ziel zu erreichen.“ Fakt ist aber auch, dass Julian Weigl sich von seinem Knöchelbruch erholt hat und nach rund 100 Tagen Pause wieder vor einer Rückkehr in den Kader steht. So hat der neue Trainer Bosz zum ersten Mal vor dem Spiel gegen die Freiburger die Wahl, ob er Sahin oder Weigl auf der Sechs bringen wird. Ein Luxusproblem, das es aber dennoch zu lösen gilt. Form und Fitness sprechen derzeit noch für Sahin, der die komplette Vorbereitung durchziehen konnte. Weigl muss nach einer langen Pause wieder in den Rhythmus kommen, doch es kommen demnächst auch harte Zeiten auf die Dortmunder zu, die in 22 Tagen stolze 7 Spiele absolvieren müssen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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