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Köln: Horn negativ und positiv

In der Amtszeit von Peter Stöger ist es das erste Mal, dass die Kölner ihr Auftaktspiel zur neuen Saison in der Bundesliga verloren haben. Dass es dann auch noch ausgerechnet das Spiel gegen den Erzrivalen Mönchengladbach war, macht die Sache noch etwas schlimmer und trübte auch bei FC-Keeper Timo Horn deutlich die Stimmung. Letztendlich können die Kölner aus den letzten 30 Minuten im Borussia Park aber auch Hoffnung schöpfen.

Timo Horn wusste nicht, wie er die Kölner Leistung so recht einschätzen sollte. Eigentlich merkte man dem Schlussmann die Enttäuschung über die Auftaktpleite deutlich an. „Es gibt nichts Schlechteres als mit einer Derby-Niederlage in die Saison zu starten“, so Horn, der aber fast gleichzeitig auch einen ganz anderen Ton anschlug und deutlich machte, dass man nun nicht direkt die Köpfe hängenlassen wird: „Andererseits ist es auch nur ein Spiel um drei Punkte.“

Neben dem neuen Angreifer Jhon Cordoba war Horn aber auch der einzige Kölner, der ansatzweise seine Normalform über die vollen 90 Minuten auf den Platz bringen konnte. Kein Wunder, dass Horn bis zur 50. Minute stolze 13 Schüsse aufs Tor flogen. So sollte Trainer Peter Stöger wohl in erster Linie an seiner defensiven Ausrichtung arbeiten. „In den nächsten Wochen haben wir noch einiges zu tun“, so Horn, der am besten die zahlreichen Chancen der Gladbacher bewerten konnte und das, obwohl sein Trainer noch einmal explizit davor gewarnt hatte: „Vielleicht waren wir etwas überrascht, obwohl wir es vor dem Spiel angesprochen haben, dass Gladbach über außen sehr stark ist. Das haben sie gezeigt. In der ersten Halbzeit hatten wir eine Menge Glück.“

Immerhin kann man auf der letzten halben Stunde aufbauen. Die Kölner konnten endlich etwas mehr Druckaufbauen und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Kasten der Gladbacher auf. „Ab der 60. Minute haben wir dann die Initiative ergriffen, Gladbach wurde auch etwas müde. Aber im Endeffekt war es nicht zwingend genug nach vorne. Daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten. Dann kommen auch die Siege zurück“, so Horn, der auch weiß, dass es aufgrund der Teilnahme an der Europa League keine einfache Saison für die Geißböcke wird. Die Dreifachbelastung darf man auf keinen Fall unterschätzen: „Es wird nicht leichter, gerade, wenn man sich in der Liga einen gewissen Status als Europa-League-Teilnehmer erarbeitet hat. Die Mannschaften gehen mit mehr Respekt, konzentrierter und teilweise auch deutlich defensiver zu Werke“, sagte der Schlussmann, der auch weiß, wie man den Gegner und das gelaufene Spiel einzuschätzen hat: „Auswärts in Gladbach muss alles passen, das war heute nicht der Fall.“

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