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Hoffenheim: Nagelsmanns Änderungen

Die Hoffenheimer haben das 1:2 gegen Liverpool in der Champions-League-Qualifikation zumindest körperlich gut überstanden. Auch für Andrej Kramaric hat sein Fehlschuss vom Elfmeterpunkt keine Konsequenzen. Nun liegt der Fokus zunächst auf dem Auftaktspiel gegen Bremen, bevor es dann nächste Woche an der Anfield Road zur Sache geht.

„Es gibt weiterhin keine Festlegung, wer schießt“, so TSG-Trainer Julian Nagelsmann, der damit auch Kramaric kein Schussverbot erteilte: „Es wäre cool, wenn er wieder schießt, damit er wieder Selbstvertrauen bekommt, aber das darf er selbst entscheiden.“ Die Frage ist eher, ob der Stürmer beim Auftakt gegen die Bremer am Samstag um 15.30 überhaupt spielen wird.

Für das Rückspiel beim FC Liverpool kündigte Nagelsmann bereits personelle Veränderungen an. „Wir haben einen ausgeglichenen Kader, es wird auch einige Wechsel gegen Bremen geben, aber nicht gut gegen schlecht, sondern gut gegen gut“, so der Coach, der aber auch weiß, dass es am 33. Spieltag der Vorsaison eine bittere 3:5-Schlappe gegen die Nordlichter gab. „Sie hatten damals eine andere Grundordnung, als in den Spielen zuvor, ich gehe davon aus, dass sie das nicht mehr tun“, vermutet Nagelsmann, „seitdem haben sie immer 3-5-2 gespielt und es auch gut gelöst. Sie haben mit Bartels vorne ein extremes Tempo, mit guten gegengleichen Laufwegen, sind auf den Achtern sehr aggressiv. Gondorf, der viele gute Balleroberungen hat, ist auch wieder fit, sie haben einen spielstarken Sechser mit Eggestein. Sie sind stabiler geworden, deshalb erwarte ich sie ganz anders auch von der Raumaufteilung her.“

Dabei kommt es direkt schon wieder zu einem Wiedersehen, denn Serge Gnabry spielt seit diesem Sommer bei der TSG und war vor wenigen Wochen noch in Diensten der Bremer unterwegs. Des Weiteren geht es um Florian Grillitsch, bei dem die Wahrscheinlichkeit aber sehr gering ist, dass er gegen seinen ehemaligen Club auflaufen können wird. „Er hatte in der Vorbereitung gleich zwei Schwierigkeiten: Das Neuzugangssyndrom, das wir auch letztes Jahr hatten mit Hübner, Vogt oder Rupp“, so der TSG-Coach, „dazu fehlten ihm zwei Wochen Trainings- und Gewöhnungszeit durch die Verletzung, die muss er hinten dranhängen, er hat zuletzt deutlich besser trainiert und kommt in die Spur. Aber ob er gegen Bremen im Kader ist, werden wir sehen, dazu werden wir die Einheiten noch bewerten.“

Fakt ist, dass Grillitsch sich unter Nagelsmann keinen Bonus erhoffen darf, nur weil es gegen seine ehemaligen Kollegen geht. „Man muss Spieler auch mal schützen, und wenn ich ihn reinwerfe, um ihm ein Geschenk zu machen, kann es auch sein, dass ich ihm jegliche Anerkennung raube, weil er einfach noch nicht so weit ist und noch nicht die Rolle spielen kann, zu der er imstande ist. Da müssen wir genau abwägen. Da gibt es kein Bonbon, weil es der Ex-Verein ist“, so der Übungsleiter. Es ist gut möglich, dass Jeremy Toljan auflaufen wird, obwohl dessen Wechsel zu den Dortmundern eigentlich schon fast beschlossene Sache ist.

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