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Bayern: Salihamidzic ist neuer Sportdirektor

Am Montag haben die Bayern ihren neuen Sportdirektor vorgestellt. Die Wahl ist dabei auf einen alten Bekannten gefallen. Die Rede ist von Hasan Salihamidzic, der um kurz nach 5 neben Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu einer Pressekonferenz Platz genommen hat. Der Ex-Profi ist also der neue Verantwortliche des FC Bayern und wird einen Vertrag bis 2020 erhalten.

In erster Linie haben sich die Bayern bei der Nachfolge von Matthias Sammer mit den Namen Philipp Lahm und Max Eberl beschäftigt, doch nun hat Hasan Salihamidzic den Job bekommen. „Es war mir sofort klar, dass ich den Job annehme, als ich das Angebot bekam. Das ist ein Traumjob. Ich fühle mich nicht als Notlösung“, so der mittlerweile 40-Jährige. Rummenigge begründete die Wahl mit eigenen Worten: „Er ist integer, fleißig, loyal und ein sehr ausgeschlafener Mensch. Er kann mit allen Spielern diskutieren, verfügt über ein großes Netzwerk. Wir haben totales Vertrauen, dass er den Job gut machen wird“, so der Vorstandschef.

Fakt ist aber auch, dass der ehemalige Kicker der Bayern nicht wirklich viel Erfahrung hat, doch dabei verweist Rummenigge auf Hoeneß, der 1979 das Amt des Managers ebenfalls ohne Erfahrung übernommen hat. „Dass er Berufseinsteiger ist, hat keine dramatische Bedeutung gespielt, auch Hoeneß hat den Job mit learning by doing gelernt. Hasan weiß, was notwendig ist. Er ist das Mosaikstückchen, das gefehlt hat, um wieder eine erfolgreiche Saison zu spielen“, so Rummenigge. Auch Hoeneß ist offensichtlich begeistert über den Neuen in der Führungsetage: „Ich bin mit dieser Lösung sehr, sehr zufrieden“, so der Präsident und Aufsichtsratschef: „Zurück zu den Wurzeln, das Mia-san-mia-Gefühl stärken. Wer kann das besser als Hasan Salihamidzic, der das immer gelebt hat?“

Am Dienstag wird Salihamidzic dann einen Vertrag bis 2020 unterschreiben, der ihn dann offiziell zum Sportdirektor macht. „Er soll Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft sein, zwischen Trainer und Verein mit allen Kompetenzen, die notwendig sind. Er ist für die Bereiche Scouting und Nachwuchs verantwortlich und damit Vorgesetzter von Michael Reschke (technischer Direktor, verantwortlich für Scouting und Kaderplanung, Anm. der Redaktion). Er wird bei allen Transfergesprächen in Zukunft da sein, wenn es um die Kaderplanung geht, wird bei Spielen, im Trainingslager immer vor Ort sein, etc“, so Rummenigge über den Aufgabenbereich des Neuen: „Er wird in den nächsten Jahren eine große Bedeutung beim FC Bayern haben.“

Letztendlich soll Rummenigge auch derjenige gewesen sein, der den ausschlaggebenden Plan hatte, einen ehemaligen Spieler zum Sportdirektor zu machen. Fakt ist, dass die Bayern den Kontakt zu Salihamidzic nie haben abreißen lassen. Seit Januar war der Deutsch-Bosnier als Botschafter des Vereins tätig und machte unter anderem auch die Asien-Reise mit. „Ich habe die DNA des FC Bayern“, sagte der 40 Jahre alte Ex-Profi, der „24 Stunden sieben Tage die Woche für die Spieler da sein möchte“. Derweil hatte Trainer Ancelotti nicht unbedingt den Bedarf nach einem Sportdirektor. „Ich glaube nicht, dass uns letzte Saison etwas gefehlt hat. Wir haben gute Arbeit geleistet“, so der Trainer, der aber auch nicht abgeneigt ist: „Wir werden gut zusammenarbeiten.“ Hoeneß hat derweil keinerlei Bedenken, dass sich Salihamidzic perfekt in das Gefüge integrieren wird: „Bei ihm konnte man nie sicher sein, dass er einem nicht alles, was er dachte, vor die Birne knallte. Ob man nun Vorstandsvorsitzender war, Präsident oder Manager. Das hat ihn immer ausgezeichnet. Das erwarten wir auch jetzt von ihm. Er muss sich eine Meinung bilden und die muss er vertreten. Das ist eine Eigenart, die ihn auszeichnet und die zeichnet ihn exzellent für diese Position aus“, so Hoeneß.

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