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Wolfsburg: Casteels fast gesetzt

Aktuell will sich Trainer Andries Jonker noch nicht auf eine klare Nummer 1 im Kasten der Wolfsburger festlegen, doch an einem wird wohl auf kurz oder lang in dieser Saison kein Weg vorbeiführen. Die Rede ist von Koen Casteels, der nach dem Abgang von Diego Benaglio den Posten fast schon sicher hat. Doch das ist für den Belgier nun gerade erst ein richtiger Motivationsschub.

Fakt ist, dass Casteels erstmals in seiner Karriere als Profi in der kommenden Saison die 1 auf dem Rücken tragen wird. In der letzten Saison war es noch die 28, obwohl er über weite Strecken im Kaste der Wölfe gesetzt war. „Das ist für mich nichts Besonderes. Ich muss das machen, was ich auch mit der anderen Nummer gemacht habe – einfach hart arbeiten“, so der 25-Jährige. Damit hat endgültig das Wechselspiel ein Ende, dass es in den letzten 2 Jahren zwischen ihm und Benaglio gab. Immer wieder fiel der Schweizer mit Rückenproblemen aus und dann war Casteels zur Stelle und zeigte meist, dass er durchaus das Potenzial zur dauerhaften Nummer 1 hat. Benaglio war allerdings eine VfL-Ikone und mit diesem Status hatte er immer einen gewissen Vorzug. Nach dem Abschied hat Casteels seinen Vertrag bei den Niedersachsen umgehend bis 2021 verlängert. „Ich bin froh, dass der Verein mir das Vertrauen ausgesprochen hat.“

Einen Freischein hat der Keeper jetzt natürlich trotzdem nicht, denn sein Trainer Jonker betonte bereits, dass die Konkurrenz mit Max Grün und Philipp Menzel nicht übermächtig aber dennoch vorhanden ist. „Ich kann es jetzt nicht lockerer angehen lassen“, so Casteels, „jetzt fängt es erst richtig an.“ Auch für seinen Vorgänger hatte der Belgier noch ein paar warme Worte übrig: „Ich habe ihm geschrieben, wir hatten ein paar Mal Kontakt. Ich habe danke gesagt dafür, was ich von ihm mitgenommen habe. Auch für sein Verhalten, als er nicht gespielt hat. Er hat mich super unterstützt und immer gepusht. Er war ein Vorbild für viele hier. Wir haben uns immer gut verhalten, immer viel reden können.“

Casteels sieht nun auch eine Chance darin, dass die Wölfe nach der schwachen letzten Saison personell einen kleinen Umbruch vollzogen haben. „Es ist vielleicht nicht schlecht, wenn ein paar neue Leute in den Stab und die Mannschaft reinkommen. Wenn wir das gut zusammenbringen, dann haben wir, glaube ich, eine sehr gute Truppe“, so der Keeper über einen Kader, der eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben sollte, doch davon ging man in der letzten Saison auch schon aus: „Keiner wäre hier zufrieden, wenn wir nur die Klasse halten würden. Man will immer mehr, auch wenn es in dieser Saison vielleicht erst mal nur um die Stabilisierung geht. Wenn es 60 Gegentore sind und 200 Tore für uns, dann bin ich auch einverstanden.“

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