0

Leverkusen: Zwillings-Power

In Leverkusen kommt es in diesem Sommer zu einer echten Familienzusammenführung. Sven Bender wird den BVB verlassen und sich der Werkself anschließen, wo er unter anderem auf seinen Zwillingsbruder Lars treffen wird. Bayer bestätigte bereits, dass Sven einen Vertrag bis 2021 unterschreiben wird, allerdings steht bisweilen noch der obligatorische Medizincheck aus.

Die Dortmunder haben aktuell einen Kader von über 30 Spielern. Auch wenn man in der kommenden Saison in der Champions League, dem Pokal und der Liga spielen darf, ist das noch eine Nummer zu viel. Eigentlich dreht sich bei den Borussen fast alles um einen möglichen Abgang von Aubameyang, dabei hat sich nun ganz still und heimlich ein anderer vom Acker gemacht. Sven Bender ist nicht mit dem Rest der Mannschaft auf Asien-Reise gegangen, sondern wird sofort bei den Leverkusenern anheuern. So sollen die Rheinländer für den Sechser rund 15 Millionen Euro bezahlen.

In den letzten 2 Jahren kam Bender unter Thomas Tuchel nur noch selten zum Einsatz und dann wurde er auch noch von verschiedensten Verletzungen aus der Bahn geworfen. In der Saison 2016/17 brachte er es folglich nur auf 404 Spielminuten, die er in 8 Einsätzen sammelte. Für einen zweifachen deutschen Meister und Nationalspieler ist das natürlich nicht genug. Auch unter dem neuen BVB-Trainer Peter Bosz wäre es für Bender wohl sehr schwer geworden, sich in der Startelf zu etablieren. In der Innenverteidigung ist die Konkurrenz beim BVB durch Sokratis, Marc Bartra, Ömer Toprak, Dan-Axel Zagadou und Neven Subotic einfach viel zu groß. Im defensiven Mittelfeld gibt es nicht so viele Alternativen, allerdings waren dort zuletzt Julian Weigl und Nuri Sahin aktiv.

„Ich bin vor wenigen Tagen mit der persönlichen Bitte auf Aki Watzke und Michael Zorc zugegangen, nach acht Jahren beim BVB noch einmal eine neue Herausforderung annehmen zu dürfen. Es ging mir schon als kleiner Junge immer nur darum, auf dem Platz zu stehen“, so Bender in einer Meldung des BVB. „Ich bin sehr dankbar, dass Borussia Dortmund meinen Willen – trotz des unbedingten Wunsches, mich zu halten – respektiert hat.“ Bender kam im Sommer 2009 vom TSV 1860 München zu Borussia Dortmund und machte dort immerhin 158 Spiele in der Liga. „Uns wäre es selbstverständlich am liebsten gewesen, Sven Bender auch weiterhin in unserem Team zu sehen. Auf der anderen Seite ist er aber ein Spieler, der sich wie wenige andere große Verdienste um den BVB erworben hat. Und diese Verdienste erfordern es natürlich, dass wir etwas genauer hinhören und seinen persönlichen Wunsch auch respektieren“, so BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: „Wenn es nicht ausgerechnet Manni mit seiner BVB-Vita gewesen wäre, der einen solchen Wunsch vorgetragen hätte, dann hätten wir niemals Ja gesagt.“

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich ist mit seinem neuen Schützling schon jetzt sehr zufrieden: „Er ist nicht nur in sportlicher Hinsicht hochkarätige Verpflichtung. Seine Mentalität, sein absoluter Teamspirit machen ihn zu einem idealen Anführer auf und neben dem Platz. Genau wie sein Bruder Lars steht Sven für einen bestimmten Typus, den jede Mannschaft braucht: hohes fußballerisches Niveau, extrem engagiert, unnachgiebig, leidensfähig für das Kollektiv. Beide Benders in einem Team zu haben, ist großartig.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2017 Soccer-Fans.de. All rights reserved.