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Frankfurt: Was wird aus Hradecky?

Nur wenige Stunden vor dem Länderspiel der Finnen gegen Lichtenstein meldete sich der Frankfurter Keeper Lukas Hradecky zu Wort und sprach über seine sportliche Zukunft. Der 27-Jährige hat sich offenbar in seinem kurzen Urlaub Gedanken darüber gemacht, wie es weitergehen soll. Etwas kurios war es dann aber, dass die Frankfurter nur kurze Zeit später bestätigten, dass der Schlussmann ein Vertragsangebot abgelehnt hat. Trotzdem soll es nun zu weiteren Gesprächen kommen.

„Wir brauchen diese Woche eine Entscheidung“, so Bruno Hübner in der Mittwochsausgabe der FAZ zu seinem Torwart: „Es ist insgesamt nicht einfach. Lukas lotet seine persönliche Situation richtig aus. Das ist normal“, so der Sportdirektor weiter. Hradecky hat noch einen gültigen Vertrag bis 30. Juni 2018, will sich aber in seiner Entscheidung nicht drängen lassen. Es könnte einer der wichtigsten Verträge und Schritte in seiner Karriere sein und das will wohl durchdacht sein. „Wir sind seit letztem Herbst in guten Gesprächen. Ich habe noch ein Jahr Vertrag bei der Eintracht. Die Eintracht hat mir die große Möglichkeit gegeben, in der Bundesliga zu spielen und mich hier weiterzuentwickeln und zu etablieren, dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Ich fühle mich total wohl in Frankfurt. Unser Team steht im Sommer vor einem großen personellen Umbruch, und ich bin sehr gespannt, wer alles zu uns kommt und wie wir uns verstärken. Ich möchte nochmal so etwas wie das Pokalfinale erreichen, das Drumherum war überragend. Ich spiele jetzt noch zwei Länderspiele mit Finnland und dann kommt mein Urlaub. Da kann ich dann auch mal abschalten und mir in Ruhe Gedanken über die Zukunft machen“, so der Keeper am Mittwoch zum Kicker.

Nur wenige Stunden später waren es dann die Frankfurter selbst, die verkündeten, dass der Schlussmann ein Vertragsangebot der Hessen abgelehnt hat. Trotzdem soll es weitere Gespräche mit Fredi Bobic und Bruno Hübner geben. „Wir führen weiterhin Gespräche darüber, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen kann“, so Sportvorstand Bobic. Für den Club ist das Verhalten natürlich nicht optimal, doch natürlich bringen auch die Frankfurter Verständnis für die Gedanken Hradeckys auf, für den es sicherlich keine leichte Konstellation ist. Natürlich könnten die Adler ihn wegen seines Vertrag ein weiteres Jahr an sich binden, doch dann würde im kommenden Sommer die Ablösesumme entfallen. Nach seiner starken Saison wird Hradecky sicherlich das eine oder andere attraktive Angebot auf dem Tisch liegen haben.

Aktuell scheitert eine interne Lösung wie so oft am Geld, doch von den Frankfurtern wird offenbar kein höheres Angebot mehr kommen. Gut möglich, dass Hradecky erst einmal abwarten will, was auf dem Torhütermarkt noch passiert. Unter anderem könnte es sein, dass Leno Leverkusen verlassen wird und dann wäre der Finne sicherlich ein adäquater Ersatz und finanziell am Rhein besser bedient als am Main.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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