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Dortmund: Bosz ist da

Die Dortmunder konnten mit Peter Bosz mittlerweile ihren neuen Trainer vorstellen. Hans-Joachim Watzke ist davon überzeugt, dass das „sehr gut passen kann“. Bei der offiziellen Vorstellung am Dienstag zeigte sich der Tuchel-Nachfolger sehr gut gelaunt – aber nicht sonderlich kommunikativ.

Optisch gesehen machte der neue Trainer des BVB mit seinem Erscheinungsbild schon viel her. Insgesamt 23 Minuten lang beantwortete er die Fragen der deutschen und der niederländischen Journalisten: „Ich bin stolz, für einen so großen Verein zu arbeiten“, so der neue Übungsleiter. Nachdem am Vormittag noch letzte Gespräche geführt wurden, konnte der 53-Jährige dann einen Vertrag bis 2019 unterschreiben. Er hat in den Konsultationen mit der Dortmunder Führung das Gefühl, „dass wir sehr gut zusammenarbeiten können, mit Respekt und Qualität“.

Mit zwei Jahren ist die Vertragslaufzeit eigentlich ungewöhnlich kurz, doch das haben sich die Beteiligten bewusst so ausgesucht. „Beide Seiten waren der Meinung, dass das die beste Lösung ist“, so Watzke, „außerdem findet zwischendurch immer mal wieder eine Neubewertung der Zusammenarbeit statt.“ Es gab durchaus auch einige kritische Themen im Rahmen der Verhandlungen, doch die Laufzeit des Vertrags soll dabei keine große Rolle eingenommen haben. „In erster Linie hat uns die Art und Weise überzeugt, wie er spielen lässt“, sagt Sportdirektor Michael Zorc, „das ist dem nicht komplett unähnlich, wie wir unsere Spiele spielen.“

Vor allem die Philosophie im Hinblick auf frischen offensiven Fußball hat den Dortmunder Verantwortlichen bei der Auswahl des neuen Trainers überzeugt. Weil Bosz zudem „gerne mit jungen Spielern arbeitet“ und keine Angst habe, „sie auch in wichtigen Spielen einzusetzen“, bekam er letztendlich den Zuschlag – und Ajax kann sich über eine Ablöse von rund drei Millionen Euro freuen. Bei Ajax war Bosz am Ende nur ein Jahr im Amt, allerdings ist er schon seit 20 Jahren als Trainer im Geschäft und „ich bin nicht immer nur sehr kurz bei Vereinen gewesen“. Laut eigener Aussagen freut sich der Neue auf jeden Fall schon auf seine Aufgaben mit einem tollen Team.

Bosz wird unter anderem seinen langjährigen Assistenten Hendrie Krüzen mitbringen, sich aber trotzdem komplett auf seinen künftigen Arbeitgeber einlassen. Zorc betonte extra, dass man nicht alles neu erfinden wird und auch auf bestehende Strukturen zurückgreifen wird. Das war unter anderem auch ein wichtiger Kritikpunkt im Anforderungsprofil für den neuen Trainer, der Thomas Tuchel ersetzen soll, der daran am Ende gescheitert ist, da er sich nicht mit Haut und Haaren der Borussia verschrieben hat. Schon in diesen 23 Minuten wurde klar, dass Bosz selbst nicht gerne viel in eigener Sache und zu seiner eigenen Person erzählt. „Erfolgreich spielen. Und guten Fußball spielen“, so die Zielvorstellung des Niederländers. Details in dieser Hinsicht sollen dann im Laufe der Zeit mit Watzke und Zorc besprochen werden.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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