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Bayern: Müller will wieder durchstarten

Thomas Müller ist eigentlich ein Spieler der gelassenen Art. Zumindest nach außen hin wirkt er immer recht pragmatisch, bringt die Dinge auf den Punkt und trägt nun mittlerweile schon seit 17 Jahren das Trikot der Bayern. In diesen Tagen erlebt man den Angreifer aber dann doch etwas nachdenklicher, denn seine aktuelle Saison ist sicherlich nicht die beste seiner Laufzeit.

Trotz der schwierigen Situation ist sich Müller bei den Bayern nie für ein Interview zu schade. Meist ist er eher der lustige Zeitgenosse, dessen Antworten dann in jeder Zeitung zu lesen sind, doch mit seinen 27 Jahren ist er mittlerweile auch merklich gereift. Im September 2009 erzielte er unter dem damaligen Trainer Louis van Gaal seine ersten beiden Bundesligatore. Fortan ging es steil bergauf, doch in dieser Saison hat Müller mit einem leichten Formtief zu kämpfen. Champions-League-Sieger, Nationalspieler, WM-Torschützenkönig 2010, Weltmeister, sechsfacher Deutscher Meister und noch zahlreiche andere Auszeichnungen konnte Müller bereits erringen, doch in dieser Saison bringt er es erst auf einen mageren Treffer in insgesamt 24 Spielen in der Liga. Mittlerweile muss er immer öfter von der Bank aus zusehen. „Ich habe letzte Saison 20 Tore erzielt, das war überdurchschnittlich, daran wirst du dann gemessen. Da ich in der Hinrunde so lange null Tore hatte, verselbständigt sich die Debatte“, so Müller: „Ich versuche das analytisch zu betrachten und nicht emotional.“

Insgesamt war Müller aber nicht so schlecht, wie es viele darstellen wollen, denn immerhin ist er nach Emil Forsberg (17) mit 14 Vorlagen der zweitbeste Vorarbeiter der Liga. „Dieses Jahr habe ich in den vermeintlich wichtigen Spielen nicht die Rolle gespielt, die ich spielen wollte. Das lag natürlich an der Hinrunde, in der ich nicht so gut zurechtgekommen bin, aber seit dem Wintertrainingslager läuft es wieder besser“, so Müller, der bisher in den wichtigen Spielen noch nie zuschauen musste: „Für die K.-o.-Spiele hatte der Trainer seine erste Elf gefunden und der ist er dann treu geblieben. Ich will in der Zukunft wieder eine größere Rolle spielen.“

Im nächsten Jahr könnte nach dem Abgang von Philipp Lahm sogar die Kapitänsbinde winken, doch davon will Müller aktuell überhaupt nichts wissen: „Auf dem Platz geht es darum, vornewegzugehen, Aber das ist auch ohne Amt mein Ansinnen. Das habe ich bisher auch getan. Es wird keinen Kampf um irgendwelche Binden geben. Ich glaube an mich, macht euch da mal keine Sorgen. Glaube kann Berge versetzen, aber ich bin kein Typ, der das nach außen zeigt.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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