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Köln: Modeste trifft weiter

Die Kölner konnten erstmals seit dem Sieg über Wolfsburg am 2. Februar wieder ein Spiel in der Liga gewinnen. Mit 4:2 fegte man die Berliner aus dem Stadion. Der Schlüssel zum Erfolg war letztendlich die Zielstrebigkeit aber auch die Effektivität vor dem Tor. Vor allem Goalgetter Anthony Modeste konnte mal wieder auf ganzer Linie überzeugen.

kölnDer Franzose konnte stolze 3 Tore beisteuern. Unter anderem war dabei auch das vorentscheidende 4:1 in der Mitte der 2. Halbzeit, als er bei seinem Sprint fast noch seine Hose verloren hätte. Diese Aktion veranlasste seinen Trainer Peter Stöger nach dem Spiel zu Scherzen. „Der läuft privat auch so rum, das ist sein Stil. Deswegen überrascht mich das jetzt nicht wirklich“, so der Österreicher grinsend. Modeste selbst äußerte sich ebenfalls zu dieser Szene: „Die Hose ist ein bisschen zu groß, da muss ich den Betreuer fragen, dass ich nächstes Mal XL, nicht XXL bekomme“, so der 28-Jährige, der mit seinen 22 Saisontoren nun zwischen Pierre-Emerick Aubameyang (23) und Robert Lewandowski (21) liegt.

Für den Franzosen sind Treffer in der Liga schon Gewohnheit, nachdem er insgesamt 8 der letzten 10 Kölner Tore selbst markiert hat. Trotzdem konnte man gestern bei den Jubelaktionen des Angreifers eine ganz besondere Euphorie erkennen. Schon nach dem 1:0 von Yuya Osako war dies zu erkennen: „Man erkennt da die Filme von ‚Rush Hour‘. Das ist Spaß, das muss man auch haben“, so Modeste über seinen Kung-Fu-Jubel gemeinsam mit dem Japaner. Später jubelte er dann zusammen mit FC-Betreuer Klaus Maierstein an, der mit dem Angreifer vor der Saison gewettet hatte, dass dieser keine 20 Tore erzielen würde. „Zu zweit ist es langweilig. Deshalb habe ich ihm signalisiert, dass er die ganze Mannschaft einladen soll“, erklärte Modeste.

Auch Gegner-Trainer Pal Dardai zeigte sich nach der Partie von der Leistung Modestes beeindruckt. „Modeste konnten wir nicht halten, seine Geschwindigkeit ist nicht unsere Dimension“, so der Trainer. Trotz seiner Leistungen wurde er aber schon wieder nicht von Didier Deschamps in die französische Nationalmannschaft berufen. Viel mehr interessiert die Kölner aber, wie es im kommenden Sommer mit ihrer Lebensversicherung weitergehen wird. Nach den extrem hohen Angeboten aus China ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass bei seiner derzeitigen Quote auch der eine oder andere europäische Topklub beim FC anklopfen wird. „Ich interessiere mich jetzt nicht dafür, was später ist, jetzt interessiert mich erst mal das Spiel gegen Hamburg. Ich habe schon immer gesagt, dass ich hier glücklich bin. Das andere wird man dann sehen“, so Modeste selbst zu seiner Zukunftsplanung.

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