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Frankfurt: Was wird aus Hradecky

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten ist Frankfurts Keeper Lukas Hradecky ein gefragter Mann und das zeigt sich auch in den Gesprächen, die man mit dem Schlussmann führt. Es geht immer wieder um eine etwaige Vertragsverlängerung bei den Hessen. Derzeit hat er noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2018 und es ist Sportvorstand Fredi Bobic nocht nicht gelungen, dieses zu verlängern. Am Mittwochmittag sagte der finnische Nationaltorhüter: „Wenn ein guter Klub kommt, muss ich überlegen.“

FrankfurtEigentlich will man sich in Frankfurt vor allem nach den 5 Niederlagen in Folge etwas bedeckt halten. Man schottete den Trainingsbetrieb nahezu komplett ab. Selbst die Einheit am Dienstag, die eigentlich für die Öffentlichkeit bestimmt war, wurde kurzfristig hinter verschlossenen Toren abgehalten. Von offizieller Seite wurde gesagt, dass die Mannschaft am Abend beim Frühjahrsempfang des Klubs erscheinen musste, allerdings wurde dann doch heimlich trainiert. Mittlerweile wurden sogar Ordner im Business-Bereich des Stadions platziert, wenn ab drei Tage vor einem Spiel der Trainingsplatz abgeriegelt wird. So können nicht einmal durch die Stadionfester Blicke durch vermeintliche Spione riskiert werden.

Für Hradecky ist das komplettes Neuland. Von 2013 bis 2015 spielte der Keeper in Kopenhagen für Bröndby IF. In der dänischen Liga sind die Kameras nach den Spielen sogar in der Kabine, und mit den Kickern darf man noch kurz vor dem Anpfiff Interviews führen. Gegen den Hamburger SV wird die Abschottung auch keinen entscheidenden Vorteil bringen, vielmehr wird es darum gehen die Kompaktheit, Aufmerksamkeit, Disziplin, Laufbereitschaft, Einsatzwille, Kaltschnäuzigkeit, ein gutes Umschaltspiel und die Passpräzision wieder auf den Platz zu bringen. Für die Frankfurter könnte es ein Schlüsselspiel werden, doch die Hamburger sind mit 13 Zählern eins der besten Teams der aktuellen Rückrundentabelle

Sollte gegen den HSV die große Wende gelingen, könnte sich das natürlich auch positiv auf die Vertragsgespräche mit Hradecky auswirken. „Ich habe keine Eile. Es gibt viel zu überlegen, ich muss ein Fingerspitzengefühl dafür haben, wie sich die Eintracht entwickeln kann“, so der Keeper, der aber auch kein Geheimnis daraus macht, dass er gerne einmal bei einem großen Klub spielen würde: „Wenn ein guter Klub kommt, muss ich überlegen. Die Eintracht ist auf einem guten Weg. Aber ich weiß nicht, ob wir jedes Jahr um die europäischen Plätze spielen können.“ Auf Biegen und Brechen will er den Verein aber nicht verlassen, denn immerhin fühlt er sich in Frankfurt sehr wohl und genießt die Anerkennung, die er von allen Seiten bekommt. Ein Wechsel zu einem größeren Klub bringt auch immer ein hohes Risiko mit sich, was man zuletzt unter anderem bei Loris Karius (FC Liverpool) und Ron-Robert Zieler (Leicester City) gesehen hat, die in der Premier League fast nur noch auf der Bank sitzen. „Vielleicht passe ich nicht zur Premier League, das ist nie mein Traumziel gewesen“, meint Hradecky, der aber an sich selbst den Anspruch hat, dauerhaft international vertreten zu sein: „Ich bin 27 Jahre alt, alle sagen, dass meine besten Jahre noch vor mir liegen“, erklärt Hradecky. Sollte Bobic eine Verlängerung anstreben, muss er auf Dauer wohl etwas tiefer in die Tasche greifen…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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