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Freiburg: Streich hat die Wahl

In seiner Bundesliga-Laufbahn hatte Freiburgs Trainer Christian Streich schon den einen oder anderen Berührungspunkt mit dem kommenden Gegner aus Augsburg. Gegen die bayrischen Schwaben machte der mittlerweile 51-Jährige sein erstes Spiel als Trainer der Breisgauer in der 1. Liga am 18. Spieltag in der Saison 2011/12. In Sachen Personal für das kommende Spiel sieht es derzeit für den dienstältesten Coach im Oberhaus sehr gut aus.

freiburgGegen Augsburg muss Streich nur auf Winterneuzugang Vincent Sierro (Trainingsrückstand nach Achillessehnenproblemen) sowie Pascal Stenzel (Rückstand nach Schulter-OP) und Jonas Föhrenbach (Außenbandriss im Knie) verzichten. Der Rest der Truppe ist nicht nur fit sondern auch richtig gut in Form, was die Ergebnisse der letzten Wochen bestätigen. “Ich bin gottfroh. Eine solche Situation haben wir in Freiburg nicht oft. Deshalb liefern wir nicht selten Spiele auf hohem Niveau – für unsere Verhältnisse”, freut sich Streich.

Doch wie entscheidet sich der Übungsleiter nun? Soll er ggf. die gleiche Elf auf den Platz schicken, die gegen Hoffenheim immerhin ein Remis rausholen konnte? Oder wäre sogar ein Systemwechsel eine mögliche Option, wie man den FCA am Freitag knacken könnte? Vor allem in der Innenverteidigung hat Streich mit Manuel Gulde, Marc-Oliver Kempf, Marc Torrejon und Caglar Söyüncü sehr viele Alternativen, die alle individuelle Stärken und Schwächen haben. Mit Kapitän Julian Schuster steht noch ein Allrounder bereit, der sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld zum Einsatz kommen kann. Im Sturm gibt es ähnliche Fragen. Nils Petersen ist bisher meist als Edeljoker zum Einsatz gekommen, doch könnte man seine Dienste nicht auch öfter von Beginn an in Anspruch nehmen oder bringt er seine besten Leistungen von der Bank aus?

Viele Fragen auf die Streich in den nächsten 2 Tagen entsprechende Antworten finden muss und wird. Zuletzt verzichtete Streich erstmals seit dem 10. Spieltag der vergangenen Zweitligasaison auf Denn Topscorer Grifo in der Startformation. “Nun saß der Vince erstmals draußen, weil es sehr eng zugeht. Das ist die Qualität dieser Mannschaft”, erklärte Streich. Dabei standen gegen Hoffenheim zu Beginn also elf für den DFB spielberechtigte Akteure auf dem Feld, was letztmalig beim SC Paderborn im Oktober 2012 in der Bundesliga der Fall bei einem Team war. Bei den Freiburgern war diese Konstellation zuletzt am 14. Oktober 1995 beim 0:0 in Düsseldorf aktuell.

Von solchen statistischen Spielereien distanzierte sich Streich wie gewohnt. “Mir ist das vollständig egal. Mir geht es nur ums Wesen von jemandem. Es ist mir egal, welchen Pass jemand hat. Wichtig ist, dass er einen hat. Sonst ist er staatenlos. Der Rest hat keine Bedeutung”, so der Coach: “Das sagt mir nur, dass in Deutschland viele Jungs wahnsinnig gerne kicken. Ich heiße Streich und komme zufällig schon seit zwei, drei Generationen von hier. Aber es ist doch egal, ob jemand einen italienischen Namen oder was. Wenn die etwa hierher gekommen sind, die Eisenbahn gebaut und die Gleise ins Elztal gelegt haben… Ich kann nicht so richtig etwas anfangen mit diesen Begrifflichkeiten. Sie merken es an dem, was ich rede. Es ist alles durcheinander. Aber mir ist es ja auch am liebsten durcheinander.” 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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