0

Frankfurt: Stendera vor Comeback

Mittlerweile ist Marc Stendera seit 2 Tagen zurück im Mannschaftstraining der Frankfurter. Heute stand er dann Rede und Antwort zu seiner schweren Zeit in der Reha und gleichzeitig auch zu dem aktuellen Glücksgefühl, wieder mit den Kumpels auf dem Feld stehen zu können. Insgesamt musste der gerade einmal 21-Jährige 9 Monate pausieren, nachdem er sich im am 23. Mai letzten Jahres beim Relegationsspiel gegen Nürnberg einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss im linken Knie zugezogen hatte.

FrankfurtMarc Stendera ist noch ein sehr junger Profi, hatte in seiner Karriere aber schon in jungen Jahren sehr großes Pech. Schon in der Vorbereitung zur Saison 2013/14 riss er sich das Kreuzband im rechten Knie, sodass er die Schinderei in der Reha schon kannte. Letztendlich muss man aber durch jede Verletzung aufs neue durch. „Diese Erfahrung hat es mir nicht leichter gemacht, weil ich wusste, was auf mich zukommt. Das ist keine einfache Zeit“, so der Mittelfeldspieler. So spricht er in diesen Tagen vollkommen offen über Stimmungsschwankungen und Motivationslöcher, die bei einer solch langen Pause natürlich nicht komplett ausbleiben können. „An manchen Tagen hat man keine Lust, sich zu quälen. Man fragt sich, für was man das eigentlich macht, weil es nur langsam vorangeht. Jeden Tag macht man die gleichen Übungen, ohne anfangs Erfolg zu sehen. Aber man muss das durchziehen. Ich habe nie den Kopf in den Sand gesteckt“, so Stendera, der damals beim Spiel gegen Nürnberg direkt gespürt hat, was auf ihn zukommen würde: „Es hat fürchterlich geknackt im Knie. Schon wieder ein Kreuzbandriss, warum passiert mir das? Warum kannst du dir nicht nur das Innenband reißen? Dann bist du in drei Monaten wieder da. Aber es bringt nichts, sich herunterziehen zu lassen. Das ist das Schlimmste, was du machen kannst.“

Nach der Operation im Juni arbeitete er dennoch jeden Tag an seinem Comeback zusammen mit seinem Spezialisten Dr. Jürgen Huber. „Es ist schön, dass ich wieder bei der Mannschaft sein kann. Ich genieße jeden Tag“, so der Mittelfeldspieler, der „die müden Beine durch die andere Belastung im Vergleich zur Reha gerne in Kauf nimmt.“ Wenn alles nach seinen Vorstellungen läuft, sollte Stendera noch in dieser Saison das eine oder andere Spiel absolvieren können: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 50.000 Zuschauern im Stadion zu spielen.“ Ein genaues Datum kann in diesen Tagen aber noch niemand sagen. Sicherlich will man auch nicht zu voreilig agieren und damit eine erneute Verletzung riskieren. „Ich bin 21 Jahre alt und habe noch viel vor mir“, so Stendera, der selbst am besten die Ruhe behalten kann.

Derweil gibt es in Sachen Personal auch gute Neuigkeiten von David Abraham. Der Innenverteidiger hat sich zuletzt im Pokalspieler gegen Hannover gezerrt und konnte danach gegen Leverkusen nicht mitwirken. Heute sah man ihn schon wieder mit der Mannschaft trainieren. Sofern es keinen weiteren Rückschlag geben wird, dürfte er für die anstehende Partie am Samstag gegen den FC Ingolstadt gesetzt sein.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2017 Soccer-Fans.de. All rights reserved.