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Bremen: Was passiert mit Nouri?

Ein Trainer in der Bundesliga wird auf kurz oder lang immer an seinen Erfolgen gemessen. Das weißt natürlich auch Alexander Nouri, der bei den Bremern ohnehin von Anfang an nicht unumstritten war. Zwar redet Manager Frank Baumann noch immer vieles schön, allerdings lag er schon im Sommer daneben, als er zu lange am damaligen Trainer Viktor Skripnik festhielt. Ein weiterer Verbleib von Nouri ist also weiterhin eine Gradwanderung.

bremenDas Problem ist, dass Nouris Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, der 37-Jährige sich also eigentlich mit Erfolgen um eine mögliche Verlängerung bemühen müsste. Zumindest wenn man Baumanns Worten Glauben schenken will, wollen sich die Bremer mit einer Entscheidung in dieser Angelegenheit nicht bis zum letzten Spieltag Zeit lassen. „Wir haben jetzt Gewissheit, dass der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag dauern wird“, so der Manager, der also weiterhin alle Hände voll zu tun haben wird. Spätestens im kommenden Sommer müssen einige Entscheidungen getroffen werden, die die Bremer wieder auf die richtige Spur zurückführen sollen.

Allgemein gibt es bei den Bremern viele offene Fragen. Will man nun warten, bis Nouri Ergebnisse liefert? Spielt man damit nicht mit dem Feuer, noch einmal richtig in Gefahr zu geraten wenn es um einen direkten Abstieg geht? Wenn man eine andere Lösung bevorzugen würde – wie ließe sich diese mit den vorhandenen Finanzen bewältigen? Auch für Nouri selbst ist es keine angenehme Situation, denn in der Zwischenzeit weiß er nicht, woran er ist. Damit ist nicht nur die Autorität des Trainers untergraben, vielmehr müssen die Fans Angst haben, dass alle internen Probleme sich auch auf die Mannschaft und die Leistungen auswirken. Zwar wirkt Baumann noch sehr gefasst, hinter den Kulissen wird es bei den Bremern aber schon gehörig brodeln.

Aktuell lassen sich auch die Leistungen der Bremer nur schwer bewerten. Im Vergleich zu Skripnik hat sich die Defensive durchaus und auch nachweislich verbessert, trotzdem hat man sich im Spiel gegen Augsburg am Wochenende wieder unglücklich angestellt und gleich zwei Führungen hergegeben. Dabei trägt Nouri die Konsequenzen seiner Entscheidungen. Zum Beispiel lässt er Kapitän Clemens Fritz nach dessen Verletzungspause bis auf weiteres auf der Bank, was für die klare Handschrift des Trainers spricht. Aber nicht jede Entscheidung ist positiv zu bewerten. Mit Garcia haben die Bremer einen offensivstarken Außenverteidiger, der in der Rückwärtsbewegung aber immer wieder Probleme hat. Gegen Augsburg wurde dieser in die Dreierkette beordert, was sich letztendlich als Fehlentscheidung herauskristallisierte. Er verlor unter anderem den entscheidenden Zweikampf in der Nachspielzeit, der das 3:2 für Augsburg besiegelte und die Bremer mit leeren Händen dastehen ließ. Bleibt nun abzuwarten, wie sich die Trainerfrage in den kommenden Wochen weiterentwickeln wird. Fakt ist, dass die Bremer schnell Ergebnisse benötigen, wenn man sich nicht bis zum Saisonende erhebliche Gedanken um den Klassenerhalt machen möchte.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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