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Freiburg: Streichs unangenehme Aufgabe

Als Trainer hat Christian Streich bei den Freiburgern bei weitem nicht nur angenehme Aufgaben. Unter anderem hasst er es, Spielern sagen zu müssen, dass sie auf der Bank oder gar auf der Tribüne sitzen und nicht auf dem Feld stehen werden. Auch vor dem Spiel gegen die Gladbacher am Samstag muss er wie jede Woche eine Wahl treffen, denn im Moment sind die Breisgauer personell richtig gut aufgestellt. Bis auf Pascal Stenzel (Schulter-OP) sind alle Spieler im Training und für einen Einsatz bereit.

freiburgVor dem Spiel gegen die Fohlen sieht es so aus, als würde Streich seine Elf auf „maximal zwei bis drei Positionen“ verändern wollen. Natürlich muss man bedenken, dass die Gegner aus Gladbach unter anderem mit Raffael und Lars Stindl in der Offensive anders aufgestellt sind als die Berliner mit Vedad Ibisevic im letzten Spiel. So kann es gut sein, dass die Freiburger in der Abwehr an der einen oder anderen Schraube drehen werden. Die Gladbacher haben hingegen nach der Winterpause mit Neu-Trainer Dieter Hecking schon 4 Punkte geholt, sodass man beim Gegner keine großen Wechsel erwartet. „Man kann sich vorstellen, dass sie enorm durchgeatmet haben und jetzt wollen sie uns im Heimspiel schlagen“, so Streich, „aber wir haben auch Selbstvertrauen und können immer wieder gut umsetzen, was wir uns vornehmen. Das hat zuletzt auch gegen Berlin geklappt. Wir hatten über eine lange Zeit des Spiels eine Kompaktheit“, so Streich, der allerdings auch einräumen musste, dass er nicht vorgehabt hat, dass seine Truppe so viele lange Bälle nach vorne schlägt: „Wenn es möglich ist, wollen wir immer versuchen flach von hinten heraus zu spielen aber es geht um die Balance.“

Auf die Taktik gegen Gladbach wollte er allerdings noch nicht eingehen. Vielmehr wurde er nicht müde zu betonen, dass seine Schützlinge sich im Training unter der Woche sehr gut angestellt haben. „Es sind sehr viele eng beieinander und das auf einem guten Niveau. Da gibt es mehr zu loben als zu meckern“, so der Coach unter anderem über Karim Guedé und Havard Nielsen, die beide zuletzt nicht zum Kader gehörten: „Wenn Nielsen noch länger so trainiert, dann ist er eine Alternative.“ Der Norweger war in der ersten Saisonhälfte noch verletzt und nun in der Transferperiode ein Ausleih-Kandidat, doch nun will er sich in Freiburg durchsetzen. Für das Spiel gegen Gladbach käme ein Comeback aber wohl noch zu früh, weil auch die Konkurrenz rund um Janik Haberer, Florian Niederlechner, Nils Petersen und Maximilian Philipp voll im Saft steht. Vor allem Haberer konnte sich in den letzten Wochen in den Vordergrund spielen: „Er hat inzwischen eine absolute Effektivität und trifft einfache und gute Entscheidungen – aber da wird auch mal wieder eine Delle kommen“, so Streich.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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