0

Hertha: Dardai ist nicht unzufrieden

Bei den Berlinern konnte Torjäger Vedad Ibisevic mit einer Erkältung heute nicht am Training der Berliner teilnehmen. Die Stammspieler arbeiteten im Innenbereich in der Höhenkammer, während die Reservisten vom Wochenende auf dem Berliner Schenckendorffplatz eine harte Übungseinheit hinlegten. Trotz der Niederlage bei den Freiburgern war von einer Unruhe in der Hauptstadt nichts zu merken. „Wir müssen jetzt nicht unsicher sein“, so Trainer Pal Dardai nach der zweiten Pflichtspielniederlage des Kalenderjahres.

herthaDer Ungar wollte schon am Sonntag seine Mannschaft nich in die Tonne hauen: „Für ein Auswärtsspiel war das okay. Ich habe keine Chaos-Momente gesehen“, so der Coach, der aber jetzt mit der Negativserie seiner Truppe umgehen muss: „Meine Mannschaft hat strategisch und auch taktisch beide Spiele gut gespielt. Im ersten Spiel gab es Fehlentscheidungen, im zweiten Spiel haben wir die Gegentore selbst gemacht.“ Vor allem das 2. Tor aus dem Spiel gegen Freiburg durch Nils Petersen war eine schwache Leistung, denn gleich 4 Berliner haben beim Tor des Angreifers mehr oder weniger zur zugesehen. „Das war eine individuelle Fehlentscheidung. Da musst du nach vorn verteidigen, wir waren klar in Überzahl“, so Dardai, der neben den individuellen Fehlern aber vor allem auch die schwache Offensive in die Verantwortung zieht: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht torgefährlich genug, in der zweiten Halbzeit war es etwas besser. Manchmal prallen die Bälle nicht zu uns, sondern zum Gegner. Aber für das Glück musst du arbeiten.“

Selbst die Rückkehr von Salomon Kalou konnte keine Besserung bringen. Der Ivorer war zum Jahresanfang noch mit der Nationalmannschaft beim Afrika-Cup aktiv, scheiterte dort aber schon in der Vorrunde und konnte gegen Freiburg über 66 Minuten keine großen Akzente setzen. „Salomon hat seine Aufgabe versucht zu machen. Es gibt solche Tage. Er wurde oft gedoppelt. Mit Genki Haraguchi und Alex Esswein wurde es ein bisschen besser“, so Dardai, der immerhin die Reise nach Freiburg loben konnte: „Zum ersten Mal seit ich hier Trainer bin, hatten wir einen wunderschönen Charterflieger. Die Reise war sehr angenehm, nur der Sack bei unserer Rückkehr war leer. Wir haben keinen Punkt geholt. Das müssen wir runterschlucken und nach vorne schauen.“

Am Samstag bekommen es die Berliner dann zuhause mit dem FC Ingolstadt zu tun und nur ein Sieg kann dabei weiterhelfen, wenn man das große Ziel Europa nicht langsam aber sicher aus den Augen verlieren will. Immerhin wäre es auch der erste Dreier im Jahr 2017, der aktuell noch auf sich warten lässt. „Auswärtsspiele können immer in die Hose gehen, aber zu Hause musst du gewinnen. Das wird ein wichtiges und kein einfaches Spiel, aber wir hatten noch nie ein einfaches Spiel in der Bundesliga. Wir müssen immer kämpfen.“, so Dardai, der auch nicht davon ausgeht, dass sich auf der personellen Ebene noch etwas verändern wird: „Wenn es kein Wunder gibt, passiert nichts mehr. Ich hab‘ keine Hoffnung, aber ich hab‘ gute Spieler hier. Sie müssen fit sein und Selbstvertrauen haben. Meine Aufgabe ist es, beide Sachen hinzubekommen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© Soccer-Fans.de. All rights reserved.